Dienstag, 13. August 2013

Exotisch statt klassisch: Zweierlei Kokos-Flammkuchen

Kulinarische Klassiker sind meistens eine sichere Nummer. Man weiß, dass sie einem immer schmecken, für einen Moment glücklich machen und gelingsicher sind.

Ein Stück ofenfrischen Flammkuchen mit einem Federweißer auf der Terrasse im Spätsommer. Das geht immer. Oder auch nicht.

Klar: Zwiebel, Schinken und ein bisschen Sauerrahm. Das schmeckt schon lecker. Wurde mir auf Dauer aber zu langweilig. Gerade für die heißen Temperaturen wollte ich einen erfrischenden und anderen Flammkuchen mal ausprobieren. Weit weg von Europa, hin zu Exotik.

Eine Kokusnuss lächelte mich an. Symbol von endlosen weißen Karibikstränden. Geschmack von Exotik.

Das ist es!

Das Resultat: Ein pikanter und ein süßer Flammkuchen in dem die Kokosnuss (Kurumba) eine Hauptrolle spielt. Beide außergewöhnlich. Beide das Potential den Klassiker im Sommer abzulösen.

Natürlich ohne Federweißer. Sondern mit einem sommerlichen Cocktail.


Für 4 Personen:

Für den Teig
  • 600 g Mehl
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 6 EL Öl
  • 140 g Kokosraspel
  • etwas Kokoslikör
Zubereitung:

Die Hefen in eine Schale bröckeln und mit Zucker bestreuen und solange rühren bis sie flüssig wird. Mehl, 1/2 TL Salz, Öl, 300 ml lauwarmes Wasser und Hefe in eine Schüssel geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten.
Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten.
Von dem Flammenkuchenteig eine Hälfte nehmen und die Kokosraspel und etwas Kokoslikör mitunter mischen.
Beide Teigeballen  an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

Für den süßen Belag:
  • 100 g Kokoscreme
  • 100g saure Sahne
  • 90 g weiße Schokodrops
  • 2 Passionsfrüchte
  • Minze, frisch
  • 1 Vanilleschote
  • 80 g Mandeln, gehackt, ganz, ganz egal ;)
  • 3 Aprikosen
  • 2-3 EL brauner Zucker
  • 2 EL Rum
Zubreitung:

Den Flammenkuchenteig mit Kokosraspeln dünn ausrollen. Kokoscreme und saure Sahne miteinander gründlich vermischen. Die Schokodrops über einem Wasserbad schmelzen und anschließend unter das Kokos-Sahne-Gemisch rühren. Falls die Flüssigkeit nicht cremig ist, noch etwas saure Sahne hinzufügen.
Die Vanilleschote aufkratzten und das Mark der Vanille ebenfalls hinzufügen. Alles gut verrühren.
Kokoscreme auf dem Teig verteilen.
Die Aprikosen schälen oder nicht schälen in Streifen schneiden und mit etwas Rum und braunem Zucker "bauchbepinseln". Danach Aprikosen und Mandeln über die Creme verteilen..
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160 Grad 13-15 Minuten auf der untersten Schiene backen lassen. Anschließend fertigen Flammkuchen mit Passionsfruchtmark und Minze garnieren.

Für den pikanten Belag:
  • 150 g Schmand
  • 50 g Creme fraiche
  • 0,25 Tl Wasabi
  • 2 TL rote Currypaste
  • Salz
  • 2 Zwiebeln, rot
  • 1 Limette
  • 100 ml Kokosmilch
  • 150 g Blumenkohl
  • 120 g Rinder- oder Lammhackfleisch
  • Öl
Zubereitung:

In einer Pfanne das Hackfleisch bei mittlerer Hitze in Öl krümelig braten. Den Blumenkohl in grobe oder feine Stücke schneiden und ebenfalls kurz in der Pfanne anbraten. Die Currypaste in die Pfanne geben.  Alles mit der Kokosmilch ablöschen und etwas einkochen lassen, sodass es leicht dicklich wird. Mit Salz und etwas Limettensaft abschmecken.
Den Schmand mit der Creme fraiche und dem Wasabi verrühren. Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
Den Flammenkuchenteig ohne Kokosraspel dünn ausrollen , mit de Wasabi-Schmand bestreichen und mit dem Hack-Kokos-Curry  und Zwiebeln belegen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft  ca.13-15 Minuten auf der untersten Schiene backen.

Man kann, muss aber nicht beide Flammenkuchen zusammen backen. Wenn einzeln, empfiehlt es sich den Pikanten auf 220 Grad für 8-10 Minuten zu backen. Dann wir der Teig richtig schön knusprig. Die Aprikosen schmeckten leider beim ersten 220 Grad Versuch nicht so sehr.

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