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Mittwoch, 11. Juni 2014

Bleib mir weg mit den Nudeln: Paleo-Bolognese

Bolognese ohne Nudeln. Da schüttelt man erstmal schon aus Prinzip den Kopf.

In Kopenhagen durfte ich aber dieses Jahr zum ersten Mal eine Bolognese nach Paleo-Art probieren. Paleo oder auch Steinzeit-Ernährung bezeichnet eine Ernährungsform die sehr kohlenhydratreduziert ist. Im Unterschied zu Low-Carb ist es aber erlaubt unbegrenzte Mengen hochglykämischer Anteile zu essen, wie in etwa getrocknete Feigen.

Nudeln aus Gemüse


Der Clou an der Paelo-Bolognese ist, dass die Nudeln aus Zucchini und Möhren bestehen. Kaum Kohlenhydrate also. Was mich in der dänischen Hauptstadt aber viel mehr begeistert hat, statt Parmesan einfach mal Ziegenkäse zu nehmen. Und siehe da: Die leicht herbe und säuerliche Note des Käses passt sehr gut den leichten "Nudeln" und der Bolognese.

Wer mag, kann die Zucchini- und Möhrennudeln vorher mit etwas Chiliöl marinieren. So bekommt das Gericht noch eine leichte pikante Note.

Ja, auf dem Teller sind keine Nudeln vorzufinden.
Zutaten für zwei Personen:
  • 500 g Hackfleisch, gemischt
  • 4 Möhren
  • 100 g Sellerie
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Dose Tomaten, stückig
  • 150 ml Rotwein
  • 2 Zwiebeln
  • 80 g Ziegenkäse
  • 1 Zucchini
  • Öl
Zubereitung:

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen und das Hackfleisch bei hoher Hitze krümelig anbraten, bis es Farbe annimmt.

Zwei Möhren schälen und in feine Würfel schneiden, den Sellerie, die Zwiebeln und den Knoblauch ebenfallls schälen und in Würfel schneiden. Den Lauch putzen und in feine Streifen schneiden. Das Gemüse zu dem Hackfleisch geben und für fünf Minuten auf ebenfalls anbraten.

Die Dosentomaten und den Wein hinzufügen und alles auf mittlerer Hitze ungefähr eine Stunde einkochen lassen, bis kaum mehr Flüssigkeit vorhanden ist.

Zwei Möhren schälen und mit einem Spiralschneider Gemüsespaghettis schälen. Aus der Zucchini ebenfalls Gemüsespaghettis schälen. Mit der Bolognese und zerbröckelten Ziegenkäse servieren.

Donnerstag, 24. April 2014

Der Frühling aus einem Topf: One-Pot-Pasta

One-Hit-Wonder waren gestern. Ab jetzt sind One-Pot-Wonder angesagt!

Dahinter verbirgt sich ein einfaches Prinzip: Statt die Nudeln zu kochen und die Sauce seperat zuzubereiten, wird bei der One-Pot-Pasta alles in einem Topf geworfen. Rohe Nudeln, Gemüse, Fleisch oder was Ihr auch immer wollt. Das spart nicht nur Zeit und lästigen Abwasch, sondern verdichtet auch zum Teil die Aromen.

Jetzt für die Frühlingszeit habe ich mir ein frühlingshaftes One-Pot-Wonder ausgedacht. Ein wenig grüner Spargel, etwas Brokkoli und ein paar Erbsen verwandeln den Topf in eine grünes Gemüsemeer.

Hier noch ein paar Tipps damit euer frühlingshaftes One-Pot-Wonder auch gelingt:
  • Wählt am besten eine Pasta die eine Kochzeit von 9-11 Minuten hat. So verhindert Ihr, dass Ihr am Ende nur matschigen Brei bekommt.
  • Sobald das Wasser zu kochen beginnt, solltet Ihr ständig rühren, sonst könnte die Pasta anfangen zu "kleben"
  • Ist noch ein bisschen Wasser am Ende über, einfach die Temperatur kurz leicht erhöhen, sodass das Wasser vollständig verdampft oder das Wasser abschütten. Je nach Konsistenz der Sauce darf aber auch ein wenig Wasser am Ende übrig bleiben
  • Die One-Pot-Pasta schmeckt auch kalt als Nudelsalat
 Der Weg in die Küchen-Charts sollte damit für Euch geebnet sein.

Alles in einem Topf und fertig!
Zutaten für zwei Personen:
  • 1 kleine Zwiebel geschält, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen geschält und fein gehackt
  • 1,5 TL Salz
  • 1/2 Brokkoli in kleinen Röschen zerpflückt, ich verwende auch die Stiele
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 150 g Erbsen, tiefgekühlt
  • 150 g grüner Spragel, in Raute geschnitten
  • 220 ml Sahne
  • 2 EL geriebener Parmesan
  • 1 EL Zitronenschale
  • eine Prise mildes Paprikapulver
  • 100 g Champignons, braun in Scheiben geschnitten
  • 200 g getrocknete Pasta
  • Petersilie, frisch 
  • Schnittlauch, frisch
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • Bergkäse

Verfeinert mit Bergkäse und Kräutern macht die One-Pot-Pasta eine gute Figur
Zubereitung:

Die Pasta, Spargel, Brokkoli, Zwiebeln, Knoblauch, Champignons, Salz, Pfeffer und Paprikapulver in einem großen Topf geben und mit Wasser bedecken.

Alles für 7-9 Minuten kochen lasssen, dabei immer ab und an umrühren! Die Erbsen hinzufügen und kurz mitkochen lassen. Das Wasser abgießen und die Sahne hinzufügen. Alles gründlich vermischen. Mit Zitronenschale- und saft, und etwas geraspelten Bergkäse abschmecken. Zum Schluß den fein geschnittenen Schnittlauch und Petersilie hinzufügen.

Mehr Frühlingsfrische geht nicht

Montag, 10. Februar 2014

Pfannenquickie: Carbonara-Omelett

"Ay, caramba!" war gestern! Ab heute ist bei uns offiziell der Ausdruck "Ei, Cabronara!" ins Haus gezogen.

Die Geschichte dazu ist kurz: Es sollte schnell gehen, nicht was es "immer" gibt, aber auch nichts ganz neues und auch kein Fisch. Zuerst stand Pasta auf dem Kochplan. Aber die gibt es eigentlich oft. Dann der Blick in das oberste Fach des Kühlschranks: Eine Packung Eier. Omelett gibt es bei uns ist recht selten. Warum dann einfach nicht mal was neues und altes kombinieren?

Herausgekommen ist ein flink gemachtes Carbonara-Omelett, was auch noch am nächsten Tag kalt ganz gut schmeckt.

Die kleinen Fadennudeln eignen sich dafür optimal, weil sie beim braten leicht knusprig werden.

Spaghetti Carbonra im praktischen Pfannenformat
Zutaten für 2 Personen:
  • 3 Eier
  • 100 ml Sahne
  • 20 g Parmesan
  • Salz
  • Pfeffer
  • Schnittlauch
  • 150 g Nudeln
  • 125 g Schinkenwürfel
  • Öl
Zubereitung:

Einen hohen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Inzwischen die, Eier, Sahne und den Parmesan in einem hohen Gefäß pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen. Schnittlauch in Röllchen schneiden. Die Hälfte davon unter die Eiersahne mischen. Die Fadennudeln nach Packungsanweisung garen. Abgießen und gut abtropfen lassen.

Die Schinkenwürfel in einer Pfanne mit drei EL Öl anbraten. Nudeln zugeben und kurz mitbraten. Alles gleichmäßig in der Pfanne verteilen und die Eiersahne darübergießen. Bei mittlerer bis milder Hitze zugedeckt fünf Minuten stocken lassen. Das Omelette auf ein Brett gleiten lassen und mit dem restlichen Schnittlauch bestreut servieren.

Montag, 3. Februar 2014

Ich glaub', ich rieche den Wald: Pilz-Pasta mit Haselnüssen

Wollt ihr einmal den Geruch von einem ausgedehnten Waldspaziergang auf einem Teller holen? Dann solltet Ihr statt Bolognese diese Pilz-Pasta einmal ausprobieren.

Die getrockneten Steinpilze im Zusammenspiel mit den frischen Champignons und den Thymianzweigen verleihen dem Gericht einen intensiven Duft der für meine Nase nach Wald pur riecht. Ein bisschen nach Erde und Kräuter. Einfach unverfälscht. Dazu dann die Haselnüsse, die sich irgendwo auf dem Teller verstecken.

Ich glaub', ich steh' im rieche den Wald.


Lässt sich auch gut unter Waldbolognese verkaufen


Zutaten für 4 Personen:

  • 25 Gramm getrocknete Steinpilze
  • 1/2 Chilischote, getrocknet
  • Olivenöl
  • 80 g Haselnüsse
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 g braune Champignons
  • frischer Thymian
  • 300 g Farfalle
  • 1 Limette
  • Salz
  • Pfeffer
  • 150 g körniger Frischkäse
  • Petersilie, glatt

Zubereitung:

Die getrockneten Steinpilze mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen.

Zwei Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und darin den geschälten und klein gehackten Knoblauch und die klein gehackte Chilischote anbraten. Champignons klein schneiden und ebenfalls mit anbraten. Von den Thymianzweigen die Blätter abzupfen und diese zusammen mit den getrockneten Steinpilzen in die Pfanne geben.

Die Farfalle nach Packungsanweisung kochen.

Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten.

Die Pilzmasse in einem Mixer mit den Haselnüssen zusammen pürieren und mit Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken.

Nudeln mit der Pilzsauce servieren. Körnigen Frischkäse, gehackte Petersilie und etwas Limettenschale auf der Pasta verteilen.

Freitag, 24. Januar 2014

Habemus Pasta: Heilige Rezepte für die Küche

Ach du heilige Nudel!

Aus dem Verlag  „99 Pages“ kommt die einzige offizielle Nudelbibel „Habemus Pasta“.
„Habemus Pasta“ ist ein optisch edles Kochbuch. Ein seidiger Stoffeinband, Lesebändchen und Goldschnitt machen aus der selbsternannten Nudelbibel einen Hingucker. Klappt man das Buch, wird man von skurrilen und ungewöhnlichen Symbolfotos überrascht. So trägt die Schweizer Garde den Petersdom als Helm und Tauben fischen nach Tortellini. 

Klassisch und einfach

Die Rezeptfotos dagegen sind klassischer Natur. Einfach in der Komposition gehalten und für meinem Empfinden nach oft zu glatt, sodass die Bilder nicht groß in Erinnerung bleiben.

"Der Teufel trägt Pasta" - Bildquelle: 99pages

Anhand der Rezepttitel wie „Eilige Mutter“ oder „Der Teufel trägt Pasta“, wird schon deutlich, dass sich das Buch selber nicht allzu ernst nimmt. Und das ist mein größter Kritikpunkt. Die meiste Titel finde ich einfach nicht witzig oder spannend. Ehrlich gesagt sogar langweilig. Die Rezepte mit ihren biblischen Bezügen sind zwar alle grundsolide, leicht nach zu kochen und teilweise sind auch sehr interessante Ansätze in dem Buch vorhanden (Süße Tagliatelle aus Basilikumsirup), aber das Konzept spricht mich einfach nicht an. 

Knobi et Orib

Nachgekocht habe ich „Parmigiano XVI“,  leckere Käsemakkaroi mit Gemüse in Anlehnung an Papst Benedikt XVI. .„Knobi et Orib“ und „Mea Pulpa“ klingen eher nach Hamburger Werbetexterschule und nicht nach göttlichen Pastagerichten. Eigentlich schade, denn wie schon oben gesagt ist der Inhalt des Buches sehr solide und für Pastafans sicherlich interessant.

Wer sich nicht durch den ersten optischen, teilweise chaotischen Eindruck abschrecken lässt und beim Kochen das ein oder andere Auge mal zudrücken kann, der wird mit „Habemus Pasta“ seinen Spaß haben. Und vielleicht sogar das ein oder andere göttliche Pastagericht für sich entdecken.

Donnerstag, 28. November 2013

Tortellini in Tomaten-Möhren-Estragon Sauce: Ein Ausflug in die andere Pasta-Galaxis

Bolognese? Och ja. Geht eigentlich immer.

Carbonara? Auch gut. Schmeckt und damit kann man auch nichts verkehrt machen.

Für genügend Abwechslung sorgen dann schließlich die unterschiedlichen Pastaformen: Spirallenförmige Fuselli, schmetterlingsähnliche Farfalle, kleine Gnocchi, schmale Linguine oder lange und hohle Maccheroni.

Und die Saucen? Die bleiben natürlich immer gleich. Aber wenn man sich nur ein klein wenig außerhalb seines persönlichen Pasta-Saucen-Kosmos begibt, merkt man schnell dass es auch diverse andere Aromen und Zutaten gibt, die eine Pasta richtig aufleben lassen.

Wie Lolek & Bolek

So solltet Ihr unbedingt einmal Möhren und Estragon in einer Pasta ausprobieren. Ein Traumduo! Die beiden Zutaten gehören zusammen wie Tom & Jerry, Lolek & Bolek oder Bonnie & Clyde. Wenn sich zu der leicht süßlichen Anisnote des Estragons(wer frischen hat, der benutzt diesen und mischt ihn kurz vor dem Servieren unter die Pasta, ich hatte nur getrockneten.) ein bisschen Schärfe gesellt, ein wenig Thunfisch, und das ganze von einer cremigen Tomatensauce umhüllt wird, glaubt mir, danach habt Ihr ein All-Time-Pasta-Saucen-Rezept mehr.

Kleine Randnotiz: Ich glaube, das war mein schnellstes Foodblogfoto. Warmen Teller auf dem Tisch, genug Licht, Smartphone raus, abfotografieren und genießen. Keine zehn Sekunden.

Randnotiz 2: Ich bin jetzt auch bei Bloglovin.
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Estragon und Karotten - ein Traum





Zutaten für 2 Personen:
  • 200 g Tortellini
  • 3 große Möhren
  • 3 EL Cremé fraiche
  • 1 Dose Tomaten, gehackt
  • 1 Dose Thunfisch, in Wasser
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • 3 EL Estragon, getrocknet
  • 1 EL Oregano, getrocknet
  • 70 g Walnüsse, fein gehackt
  • Basilikum, frisch
  • Öl 
  • 1 EL Chilipulver
  • 0,1 l Milch
Zubereitung:

Die Möhren, Zwiebel und den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. In einer Pfanne auf mittlere Hitze 2 EL Öl erhitzen und das Gemüse darin anbraten. Mit dem Chilipulver bestäuben.

Die Tortellini nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen.

Hitze auf kleiner Stufe reduzieren. Cremé fraiche, Milch und Tomaten zu dem Gemüse geben. Alles gründlich verrühren. Den Thunfisch hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Oregano und Estragon hinzufügen. Zum Schluß die Walnüsse in die Sauce geben und alles nochmal verrühren.

Tortellini abtropfen lassen und in die Sauce geben. Die Pfanne einmal durchschwenken und mit frischen Basilikum bestreuen.

Sonntag, 29. Januar 2012

Schreit nach Mutti: Pastis-Flußkrebs-Pasta

Manche Gerichte schreien einfach nach Mama und schmecken einfach zum dahinknien.

In meinem Fall ist es eine simple Pastis-Flußkrebs-Pasta, die definitiv direkt nach der Spaghetti Carbonara auf meiner Pastathronfolge kommt.

Mama, macht die Pasta meistens als Hauptgang wenn Besuch kommt. Das ist für mich immer gut, weil dann direkt doppelt soviel gemacht wird, damit ich noch die nächsten zwei Tage davon essen kann: Morgens-Mittags-Abends.

Die leichte Note von Pastis, der vorwiegend aus Anis, Zucker, Fenchelsamen und Süßholzwurzeln besteht, gibt der Pasta eine wunderbare frische Süße und kombiniert perfekt mit den Flußkrebsschwänzen.

Und dass ich als Anishasser die Pasta in Nullkommanichts aufessse, spricht eigentlich nur für das Rezept.




 Zutaten für 2 Personen:

  • 200 g Spaghetti
  • 2 Schalotten
  • 2 Möhren
  • 150 ml Fischfond
  • 2 EL Butter
  • 150 ml Sahne
  • 2 - 4 cl Pastis (je nach Geschmack)
  • 120 Gramm vorgekochte Flußkrebsschwänze (alternativ gehen auch andere Meeresfrüchte)
  • Salz
  • Pfeffer
  • ein Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Die Schalotten und Möhren fein würfeln und in einer Pfanne mit 1 EL Butter bei mittlerer Hitze anbraten.

Sahne und Fischfond zu den Schalotten und Möhren hinzufügen. Nach und nach den Pastis hinzufügen und die Sauce für drei bis vier Minuten aufkochen lassen, sodass der Alkohol verfliegt. Anschließend auf mittlerer Hitze leicht weiter köcheln und etwas einreduzieren lassen.

In der Zwischenzeit die Pasta in reichlich Salzwasser al dente kochen und die Flußkrebsschwänze in einer Pfanne mit 1 EL Butter zwei bis drei Minuten anbraten.

Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Flußkrebsschwänze, fertig gekochte Spaghetti und etwas fein gehackte Petersilie in der Pfanne unter die Sauce heben und leicht vermischen.