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Dienstag, 26. November 2013

Glühbier statt Glühwein: Ohne Kater durch den Winter

Glüh...was?

Ja, die Frage darf man sich durchaus stellen. Noch vor einiger Zeit dachte ich, dass es sich bei Glühbier entweder um ein neues stark alkoholisierendes Bier handeln muss, wovon der Kopf direkt glüht oder um irgendein neues Jugendwort. Aber Pustekuchen.

Keinen dicken Kopf

Glühbier ist der neue Glühwein! Und erspart Euch auch den dicken Kopf am nächsten Tag, wenn Ihr auf gutes deutsches Bier zurückgreift. Denn spätestens wenn die Weihnachtsmarktstände ihre ersten billigen Glühweine ausschenken ist ein Kater am nächsten Tag oft mit von der Partie.

Nicht nur die Buchstabenanzahl ist gleich, auch die Würzmischung ähnelt der eines Glühweins.

Neben Nelke, Sternanis und etwas Zimt, wird das Glühbier mit Ingwer, Honig, Zitronensaft und braunem Zucker verfeinert.

Anschließend sorgt etwas Kirschsaft auch noch für die perfekte farbliche Imitation.

Würzig und wärmend: Glühbier

Zutaten für 0,5 Liter:
  • 0,4 l Bier
  • 0,1 l  - 0,2 l Kirschsaft
  • 1 Biozitrone
  • Ingwer, frisch
  • 1 EL Honig
  • 1,5 EL brauner Zucker
  • 1 Sternanis, angedrückt
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 5 Pimentkörner
  • 4-5 Nelken
Zubereitung:

Die Biozitrone mit einem Sparschäler so schälen, dass hauchdünne Zitronenschalenstreifen dabei rauskommen. Ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit den Nelken, Piment, Sternanis und Zimt in einem Kochtopf geben. Die Gewürze kurz ohne Fett für ungefähr eine Minute anrösten.

Das Bier, den Honig , etwas Zitronensaft und den Zucker dazugeben. Bei mittlerer Hitze und zugedeckt auf 60 Grad erhitzen. Anschließend das Bier mit den Gewürzen bei der Temperatur für 30 Minuten ziehen lassen.  Den Kirschsaft hinzufügen (kann man aber auch weglassen, wennn man es nicht unbedingt rot braucht) und nochmal zehn Minuten ziehen lassen.

Eine lecker Alternative zum Glühwein

Freitag, 15. November 2013

Der Geschmack von Winter: Bourbon-Pie mit gebrannten Mandeln

Wie schmeckt der Winter für Euch?

Für mich schmeckt er auf jeden Fall immer nach gebrannten Mandeln! Ich glaube seit ich denken kann, freue ich mich jedes Jahr aufs Neue auf die kleinen Nüssen die von einer knackigen Zuckerhülle umfasst sind.

Und jetzt stellt Euch diese kleine Winterköstlichkeit auf einem Kuchen vor: Unten ein Streuselbodenteig, ein paar gebrannte Mandeln und als Krönung ein leckerer Whiskeyguss.

Statt Whiskey kam man auch bestimmt ein paar Esslöffel Rum nehmen und den Kuchen dann eventuell sogar mit ein paar Rosinen verfeinern.

Dazu ein Klecks frisch geschlagene Sahne mit etwas Zimt und man schwebt direkt ohne Umwege im siebten Kuchenhimmel.


Zutaten:
  • 2 Eier
  • 1 EL Speisestärke
  • 5-8 EL Whiskey
  • 200 g gebrannte Mandeln
  • Zimt
  • Salz
  • 175 g brauner Zucker
  • 140 g Butter
  • 220 g Mehl

Zubereitung:

Den Backofen auf Umluft 150 Grad vorheizen.

Eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser mit 20g Butter fetten und mit etwas Mehl ausstäuben.
200 g Mehl, 1 Prise Zimt und Salz in eine Schüssel geben. 100 g Zucker und 100 g weiche Butter in Flöckchen dazugeben. Mit den Knethaken zu groben Streuseln verkneten. Die Streusel in der Form zu einem Boden andrücken und dabei einen hohen Rand formen. Im Ofen ca. 12 Minuten vorbacken.

25 g Butter schmelzen. Eier mit den Schneebesen des Rührgerätes aufschlagen und dabei 75 g Zucker einrieseln lassen. Danach Stärke, dann Whiskey und flüssige Butter unterrühren.

Gebrannte Nüsse auf dem Streuselboden verteilen und den Guss darübergeben. Im heißen Ofen 20-25 Minuten weiterbacken. Herausnehmen, abkühlen lassen und aus der Form heben.

Dienstag, 11. Dezember 2012

Feierabendsnack: Fixe Bohnen-Brot-Pfanne

Je später der Feierabend, desto schneller muss das Essen erledigt sein. Vom Kochevent hatte ich noch ein paar dicke grüne Bohnen übrig, die dann flix in eine schnelle Bohnen-Brot-Pfanne verarbeitet wurden.

Ehrlich, bodenständig, lecker.

Genau das richtige für frostige Wintertage!



Zutaten:
  • Eine handvoll dicke Bohnen (meine waren TK-Bohnen)
  • Brot
  • Olivenöl
  • 3 Schalotten
  • 2 Scheiben Salami
  • 3 TL getrockneter Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
Zubereitung:

4 EL Olivenöl in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen. Das Brot in kleine Stücke schneiden und in der Pfanne goldbraun braten. (Das Brot soll fast das ganze Öl aufsaugen). Schalotten schälen und halbieren. Salami in grobe Streifen schneiden.

Schalotten, Salami und getrockneten Thymian mit in die Pfanne geben und kurz anbraten.

Die dicken Bohnen ebenfalls in die Pfanne tun (wer will, kann die Schale entfernen. Ist aber mühselige Arbeit) und für 2-3 Minuten anbraten.

Jetzt einen Deckel für ca. 5-6 Minuten auf die Pfanne geben. So können die Bohnen ein wenig kochen und werden schneller gar, bleiben dennoch bissfest.

Abschließend kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Montag, 12. November 2012

Küche im Wandel der Zeit + Seelenwärmer-Crumble

Der Winter kommt. Auch wenn die Temperaturen es nicht ganz so zeigen. Ich bin mir sicher, dass er mit ganz großen Schritten auf uns zukommt.

Minusgrade und glitzernde Schneekristalle laden dann zum gemütlichen Plätzchen backen oder zum deftigen Eintopf schmorren ein. Kurzum: Der Winter ist meiner Meinung nach die perfekte Küchen-Jahreszeit. Dort kann man nicht nur die dunkle Monotonie des Winters gegen bunte Kreativität in der Küche eintauschen, die eisige Kälte gegen die gemütliche Backofenwärme ersetzen.

Nein. Die Küche nimmt auch immer mehr die Funktion eines Wohnraums ein. Es ist nicht mehr die Küche, wie man sie noch vor einigen Jahre kennengelernt hat. Der Raum in dem nur gekocht und abgewaschen wird. Vielmehr ist die Küche nun, auch für mich, ein offener Raum. Nicht nur baulicher Hinsicht, wie auch immowelt zusammenfasst. Aus Nutztraum wird ein Wohnraum. Und Kommunikationsraum. Beim Kochen wird sich angeregt unterhalten und über neue Rezepte tauscht man sich interessiert aus.

Wer sich heutzutage für eine neue Küche entscheidet, wird sich oft für eine offene Variante entscheiden. Mit genügend Arbeits - und Stauraum und möglichst bequemen Arbeitspositionen. Alles auf Augenhöhe und schnell erreichbar.  Das ist zumindest der derzeitige Trend. Bleibt die Frage wie es ist in der Zukunft aussehen wird: Ob Küche dann wieder nur Küche ist, oder immer noch ein offener Raum.

Was sich nicht ändern wird ist eins: In der Küche wird gekocht. Wie zum Beispiel mein schneller winterlicher Seelenwärmer-Crumble.


Zutaten für vier Personen: 

  • 1 Msp. Backpulver
  • 100 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanille-Zucker
  • 2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb
  • 50 g Butter
  • 3 Äpfel
  • 50 g Walnüsse
  • Puderzucker
  • Fett

Zubereitung:

Für die Streusel Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillin-Zucker, Zimt, Salz, Eigelb und Fett in Flöckchen in eine große Rührschüssel geben. Mit den Händen zu Streuseln verarbeiten. 

Walnüsse grob hacken und untermischen. Äpfel waschen, trocken reiben und in kleine Stücke schneiden. Äpfel in eine gefettete ofenfeste Form legen. Streusel gleichmäßig darauf verteilen. 

Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/ Umluft: 175 °C/ Gas: Stufe 3) ca. 30 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, mit Puderzucker bestäuben.