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Dienstag, 13. August 2013

Exotisch statt klassisch: Zweierlei Kokos-Flammkuchen

Kulinarische Klassiker sind meistens eine sichere Nummer. Man weiß, dass sie einem immer schmecken, für einen Moment glücklich machen und gelingsicher sind.

Ein Stück ofenfrischen Flammkuchen mit einem Federweißer auf der Terrasse im Spätsommer. Das geht immer. Oder auch nicht.

Klar: Zwiebel, Schinken und ein bisschen Sauerrahm. Das schmeckt schon lecker. Wurde mir auf Dauer aber zu langweilig. Gerade für die heißen Temperaturen wollte ich einen erfrischenden und anderen Flammkuchen mal ausprobieren. Weit weg von Europa, hin zu Exotik.

Eine Kokusnuss lächelte mich an. Symbol von endlosen weißen Karibikstränden. Geschmack von Exotik.

Das ist es!

Das Resultat: Ein pikanter und ein süßer Flammkuchen in dem die Kokosnuss (Kurumba) eine Hauptrolle spielt. Beide außergewöhnlich. Beide das Potential den Klassiker im Sommer abzulösen.

Natürlich ohne Federweißer. Sondern mit einem sommerlichen Cocktail.


Für 4 Personen:

Für den Teig
  • 600 g Mehl
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 6 EL Öl
  • 140 g Kokosraspel
  • etwas Kokoslikör
Zubereitung:

Die Hefen in eine Schale bröckeln und mit Zucker bestreuen und solange rühren bis sie flüssig wird. Mehl, 1/2 TL Salz, Öl, 300 ml lauwarmes Wasser und Hefe in eine Schüssel geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten.
Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten.
Von dem Flammenkuchenteig eine Hälfte nehmen und die Kokosraspel und etwas Kokoslikör mitunter mischen.
Beide Teigeballen  an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

Für den süßen Belag:
  • 100 g Kokoscreme
  • 100g saure Sahne
  • 90 g weiße Schokodrops
  • 2 Passionsfrüchte
  • Minze, frisch
  • 1 Vanilleschote
  • 80 g Mandeln, gehackt, ganz, ganz egal ;)
  • 3 Aprikosen
  • 2-3 EL brauner Zucker
  • 2 EL Rum
Zubreitung:

Den Flammenkuchenteig mit Kokosraspeln dünn ausrollen. Kokoscreme und saure Sahne miteinander gründlich vermischen. Die Schokodrops über einem Wasserbad schmelzen und anschließend unter das Kokos-Sahne-Gemisch rühren. Falls die Flüssigkeit nicht cremig ist, noch etwas saure Sahne hinzufügen.
Die Vanilleschote aufkratzten und das Mark der Vanille ebenfalls hinzufügen. Alles gut verrühren.
Kokoscreme auf dem Teig verteilen.
Die Aprikosen schälen oder nicht schälen in Streifen schneiden und mit etwas Rum und braunem Zucker "bauchbepinseln". Danach Aprikosen und Mandeln über die Creme verteilen..
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160 Grad 13-15 Minuten auf der untersten Schiene backen lassen. Anschließend fertigen Flammkuchen mit Passionsfruchtmark und Minze garnieren.

Für den pikanten Belag:
  • 150 g Schmand
  • 50 g Creme fraiche
  • 0,25 Tl Wasabi
  • 2 TL rote Currypaste
  • Salz
  • 2 Zwiebeln, rot
  • 1 Limette
  • 100 ml Kokosmilch
  • 150 g Blumenkohl
  • 120 g Rinder- oder Lammhackfleisch
  • Öl
Zubereitung:

In einer Pfanne das Hackfleisch bei mittlerer Hitze in Öl krümelig braten. Den Blumenkohl in grobe oder feine Stücke schneiden und ebenfalls kurz in der Pfanne anbraten. Die Currypaste in die Pfanne geben.  Alles mit der Kokosmilch ablöschen und etwas einkochen lassen, sodass es leicht dicklich wird. Mit Salz und etwas Limettensaft abschmecken.
Den Schmand mit der Creme fraiche und dem Wasabi verrühren. Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
Den Flammenkuchenteig ohne Kokosraspel dünn ausrollen , mit de Wasabi-Schmand bestreichen und mit dem Hack-Kokos-Curry  und Zwiebeln belegen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft  ca.13-15 Minuten auf der untersten Schiene backen.

Man kann, muss aber nicht beide Flammenkuchen zusammen backen. Wenn einzeln, empfiehlt es sich den Pikanten auf 220 Grad für 8-10 Minuten zu backen. Dann wir der Teig richtig schön knusprig. Die Aprikosen schmeckten leider beim ersten 220 Grad Versuch nicht so sehr.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Kürbis für Faule: Kürbis-Curry & Kürbis-Brot

Kürbisse können einen ja schon ein wenig abschrecken. So groß, so schwer, soviel zu Schälen und soviel zu Schnibbeln.

Abhilfe schafft da der Kürbis für Faule: der Hokkaidokürbis. Dessen Schale ist so dünn, dass sie beim Kochen weich wird und problemlos mitverzehrt werden kann. Und da so ein Kürbis meistens etwas größer ist, eignet er sich auch perfekt um gleich zwei Gerichte daraus zu kochen, wenn man ihn schon mit aller Gewalt zerkleinert hat.

Das leicht orientalische angehauchte Kürbis-Curry ist ein schnell gemachter leckerer Bauchwärmer für kalte Herbsttage. Und kommt geschmacklich vielfältig daher.

In der "Deli" (toll aufgemachte und kurzweilige Einführungsausgabe), habe ich ein Rezept für ein Kürbisbrot gefunden. Statt Butternut habe ich allerdings meinen Hokkaidokürbis verwendet. Das Brot ist schnell zusammengerührt und schmeckt mir am besten mit einem süßlichen Belag: Frischkäse und Honig oder mit Marmelade. 

Und natürlich lauwarm aus dem Ofen.



Kürbis-Curry - Zutaten für vier Personen:

  • 800 g Hokkaidokürbis
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1,5 TL Zucker
  • 2 TL Curry
  • 5-6 Tropfen Tabasco
  • 2 Dosen geschälte Tomaten aus der Dosen
  • Creme Fraiche
  • Petersilie

Zubereitung:

Kürbis putzen, halbieren und Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch mit Schale in kleine Würfel schneiden.

Hackfleisch in einer Pfanne in heißen Öl anbraten. Zwiebeln zwei Minuten mitbraten. Kräftig mit Salz, Pfeffer, Zimt, Curry und Zucker abschmecken. Immer wieder probieren.

Tomaten und Kürbisfleisch hinzugeben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten schmoren. Mit Creme Fraiche und Petersille aufpeppen.


Kürbisbrot - Zutaten:

  • 350 g Hokkaidokürbis
  • 80 g weiche Butter
  • 90 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Trockenhefe

Zubereitung:

Kürbis putzen, halbieren und Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch mit Schale in kleine Würfel schneiden.

Kürbis mit 2 EL Wasser zugedeckt bei milder Hitze 15 Minuten weich kochen, zwischendurch umrühren. Anschließend Kürbis in einem hohen Gefäß  mit dem Schneidestab fein pürieren. 75 g Butter unterrühren. Lauwarm  werden lassen.

Mehl in einer Schüssel mit Hefe, Zucker und Salz mischen. Ei und Kürbis-Butter Mischung zugeben. Mit den Knethacken eines Rührgerätes zu einem Teig verarbeiten. Dann mit den Händen geschmeidig kneten. Zurück in die Schüssel geben und zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Eine Kastenform mit Butter fetten. Teig in die Form geben und für 40-50 Minuten bei 180 Grad Ober/Unterhitze backen.

Wer mag kann das Brot noch mit Nüssen oder Kürbiskernen ein wenig aufpimpen.

Und wenn einer die doppelte Kürbisdröhnung braucht: Kürbis-Brot im Kürbis-Curry dippen.

Genug gekürbist.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Für Vegetarier UND Fleischesser: Pimentos-Pizza

Prüfungsphase. Lernen. Kaum Zeit zum Kochen. Wenn es schnell gehen muss sind fertige Pizzateigböden doch schon eine nette Erfindung.

Inspiriert wurde ich von der aktuellen italienischen Sonderausgabe der "Lecker". Und da eine Person hier im Haushalt gerade auf dem Vegan/Vegetarier-Trip gekommen ist, gab es die Variante mit Soja-Granulat anstatt mit Hackfleisch. Schmeckte auch. Bleibe aber trotzdem Herzblutcarnivore.

Und wer gleich zwei Parteien vereinen will, macht auf einer Hälfte Soja-Granulat und auf der anderen Hälfte einfach Hackfleisch. Aber Vorsicht - von der Optik her könnten beide auch Zwillinge sein.


Zutaten für 2 Personen:
  • 4 EL Olivenöl
  • 500 g gemischtes Hack (Vegetarier nehmen einfach Soja-Granulat)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Thymian, getrocknet
  • Salz
  • Pfeffer
  • 300 g Pimentos
  • 250 g Mozzarella
  • Tomatensauce
  • Pizzateig, fertig aus der Kühltheke (oder selber machen)

Für die Tomatensauce:
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Basilikum, getrocknet
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Zubereitung:

Ofen auf 225 Grad Umluft vorheizen.

Für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch schälen, beides hacken. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin ca. 5 Minuten andünsten. Tomaten mit dem Saft hinzufügen und mit einem Löffel zerkleinern. Soße offen 40 Minuten dick einköcheln. Nach ca. 20 Minuten die Kräuter zu der Sauce hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die Tomatensauce auf den Pizzateig streichen.  1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Hack /Sojagranulat darin krümelig anbraten. Knoblauch schälen, hacken und mit Thymian kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Pimentos waschen und trocken tupfen.  3 EL Öl erhitzen . Pimentos darin unter Wenden 4 Minuten braten, mit Salz würzen. Hackmasse/Sojamasse auf die Pizzaböden verteilen. Mozzarella  in Scheiben schneiden, mit den Pimentos aufs Hack /Soja geben. Etwas Pimentos-Bratöl darübeträufeln.  Pizza für ca. 15 Minuten backen.

Mittwoch, 21. März 2012

Bullettenentschlackung: Gefüllte Möhrenfrikadellen

Buletten, Frikadellen oder Fleischpflanzerl. Viele Namen und meist ein gleicher Geschmack: Deftig und kräftig.

Gegen eine gute Frikadelle ist nichts einzuwenden. Aber warum nicht einfach mal die rustikale Variante, jetzt wo es in Richtung Frühling geht, ein bisschen entschlacken ?

Aus der aktuellen "essen&trinken - Für jeden Tag" habe ich die "Gefüllten Möhrenfrikadellen" nachgekocht, die durch die Zugabe von Zimt, Minze und gehackten Mandeln eine schöne orientalische Note bekommen. Dazu werden die Frikadellen mit Feta und Möhren gefüllt.

Zuerst dachte ich, dass sich der Feta mit den Zimt und der Minze beißt. Aber die harmonieren überraschend gut miteinander, sodass die Frikadelle leicht süßlich und gleichzeitig auch salzig schmeckt.
Eine sehr leckere Alternative zu der allseits beliebten Frikadelle !

Dazu gab es pechschwarze Beluga - Linsen.



Zutaten für 2 Portionen:

  • 100 g Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Fetakäse
  • 3 Stiele Minze
  • 150 g Beluga-Linsen
  • 250 g Hackfleisch, gemischt
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Mandeln, gehackt
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • Tomatenmark
  • Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl

Zubereitung:

Eine  Zwiebel schälen und mit der Nelke sowie mit dem Lorbeerblatt spicken. Ein Topf mit ausreichend Wasser füllen, die gespickte Zwiebel und die Linsen dazugeben. Für ca. 25 - 30 Minuten köcheln lassen.
Die Möhren schälen und sehr kleinwürfeln. Eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und feinwürfeln.
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebel, Knoblauch, Möhren dazugeben. Für ein bis zwei Minuten glasig dünsten.

Den Fetakäse in vier gleich große Stücke schneiden. Die Blättchen von der Minze abzupfen und feinhacken. Zusammen mit dem Hackfleisch, der Möhrenmischung, Semmelbröseln, den gehackten Mandeln und dem Ei in eine Schüssel geben.

Mit Salz, Pfeffer und Zimt würzen und alles zu einer glatten Masse verrühren.

Die Hackfleischmasse in vier Portionen teilen. Jede Portion mit einem Fetastück füllen und mit feuchten Händen zu einer Frikadelle formen. Einen Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen auf jeder Seite hellbraun anbraten. Anschließend auf einem Rost im heißen Ofen bei 180 Grad  (Umluft 160 Grad) auf der mittleren Schiene 15 Minuten fertig garen.

Die Beluga-Linsen abtropfen lassen und 1 EL Tomatenmark unterrühren. Mit Balsamico abschmecken.

Samstag, 25. Februar 2012

Gut verschlossen: Vakuumierte Zitronen- Hähnchenbrust mit Traubensenfcreme

Gestern habe ich endlich mal mein Vakuumiergerät von LAVA  ausprobiert

Mit dem V.100 Premium schneller zu Recht als ich gedacht habe. Einmal kurz über die Anleitung geschaut und es konnte beginnen.

Die Hähnchenbrust habe ich zusammen mit Zitronenschreiben, einer Stange Zitronengras und ein paar angedrückten Kardamonkapseln vakuumiert, sodass die Brust eine schöne leichte frische säuerliche Note bekommen hat.

Dazu habe ich mir eine schnelle (Trauben)Senfcreme angerührt. Senf pur geht bei mir eigentlich schon seit klein auf gar nicht. Aber angerührt mit etwas Créme Double und einen Schuss Olivenöl ist das schon wieder eine andere lecker Geschichte.

Als Beilage gab es einfach ein paar knusprige Kartoffeln mit geräucherten Paprikapulver, um noch etwas Textur ins Gericht reinzubringen

Die Trauben hätte ich eigentlich auch mit unter die Senfcreme verrühren können, ist mir aber zu spät eingefallen.

Hähnchen, Traube und Senf bilden in meinen Augen eine perfektes harmonisches Aromadreieck.

Heraus kam dann ein etwas dekonstruktiver (und überbelichteter) Teller. Natürlich kann man auch die Hähnchenbrust mit der Creme, den Trauben einfach wild in einer Pfanne kurz vermischen und die Kartoffeln dann seperat dazu servieren.



Zutaten für eine Person:
 
  • 200 g Hähnchenbrust
  • 3 Zitronenscheiben
  • 1 Stange Zitronengras
  • 5 Kardamonkapseln
  • 1 Kartoffel, festkochend
  • 2 Weintrauben
  • 1 TL Traubensenf
  • 2 TL Cremé Double
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver, geräuchert
  • Öl 

Zubereitung: 

Die Hähnchenbrust waschen und abtupfen.

Das Zitronengras leicht einritzen und ankklopfen, damit sich das Aroma besser verteilt. Die Kardamonkapseln ebenso zerdrücken.

Die Hähnchenbrust, Zitronenscheiben, Zitronengras und den Kardamon in einem Beutel geben und vakuumieren. Den Beutel in einen Topf mit heißem Wasser (ca. 70 - 80 Grad) geben und bei gleichbleibender Temeperatur je nach Dicke der Hühnerbrüste etwa 20 - 25 Minuten durchziehen lassen.

Für die Senfcreme, die Cremé Double mit dem Traubensenf und dem Olivenöl glatt rühren.

Die Kartoffel in feine Streifen oder Scheiben schneiden und anschließend für 10 Minuten in kaltes Wasser legen, damit die Stärke von den Kartoffeln abgeht. So werden sie hinterher in der Pfanne knuspriger.

Eine Pfanne mit 3 - 4 EL Öl erhitzen und die Kartoffelscheiben darin goldbraun ausbraten. Anschließend auf ein Küchentuch abtropfen lassen und mit geräucherten Paprikapulver bestäuben.

Die Weintrauben in feine Ringe schneiden.

Den vakuumierten Beutel aus dem Topf herausholen und mit einer Schere aufschneiden. Hähnchenbrust für ein bis zwei Minuten ruhen lassen und dann aufschneiden.

Wer möchte kann den Saft aus dem Vakuumbeutel , von der Zitrone, dem Zitronengras und dem Kardamon, noch mit unter der Senfcreme mischen oder tröpfchenweise auf die Weintrauben geben.

Freitag, 17. Februar 2012

Rustikal gemixt - Kürbiskernpesto

Frisches Basilikum, geröstete Pinienkerne, Parmesan, Knoblauch und Olivenöl - fertig ist das klassische italienische Pesto ! Ob unter die Pasta gemischt, auf rustikalen Brot oder einfach nur als Dip.

Die würzige Sauce auf Ölbasis ist vielfältig einsetzbar und blitzschnell hergestellt !

Aber warum nicht einfach mal die klassische Version abändern und zum Beispiel Kürbiskerne  für ein leckeres Pesto verwenden ?

Das Kürbiskernpesto passt mit seiner rustikalen Note gut in die jetzige Jahreszeit und ist geschmacklich überall einsetzbar: Ob mit etwas Frischkäse gestreckt als leckeren Brotaufstrich, eine deftige Kartoffelpfanne bekommt mit dem Pesto einen Extrakick oder man verschenkt das Pesto ganz einfach in kleinen Einweckgläsern an Bekannte weiter !


Zutaten für vier Personen: 

  • 100 g Kürbiskerne
  • 0,5 Bund Blattpetersilie
  • 50 ml Olivenöl
  • 50 ml Kürbiskernöl
  • 0,5 Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Den Saft der Zitrone auspressen. Kürbiskerne, Zitronensaft, Petersilie, Kürbiskernöl und Olivenöl in einem Mixer geben. 

Salz und Pfeffer dazugeben und alles fein pürieren.

Dienstag, 10. Januar 2012

Kühlschrankquickie: Rote-Bete Sandwich

Seit Wochen lummert bei uns in der tiefsten Ecke des Kühlschrankes ein vakuumiertes Paket mit gekochter Roter Bete.

Von vielen ist das gesunde Gemüse verpöhnt: Der Geschmack ist zu erdig und die roten Flecken sind der Alptraum jeder Hausfrau. Dabei ist die Rote Bete mit ihren Inhaltsstoffen: Folsäure, Kalium, Magnesium, Jod, Kalzium, Natrium und Vitamin C ein gutes Abwehrmittel gegen freie Radikale, sowie äußerst blutfördernd.

Es wurde also Zeit die kleinen gesunden Knollen mal aus ihrer Verpackung zu befreien !

Da es heute schnell gehen musste, habe ich die Rote Bete in ein Sandwich verarbeitet und geguckt was der Kühlschrank dafür hergegeben hat.

Ein leckeres Sandwich zuzubereiten ist eigentlich ganz einfach, sofern man sich an die Regel hält verschiedene Geschmacksrichtungen miteinander zu kombinieren. In meinem Fall wollte ich etwas Süßes (Honig), Saures (Balsamico), Scharfes-Erfrischendes (Ingwer), Fettes als Geschmacksträger (Ziegenfrischkäse) und was Salziges (Speck), um den leicht erdigen Geschmack der Roten Bete auszugleichen und viele verschieden Geschmäcker im Mund mit einem Biss zu haben.

Dazu vereinen sich dann verschiedene Texturen: Weicher und cremiger Frischkäse, krosser Speck, leicht bissfeste Rote Bete und knuspriges Sandwichbrot.

Natürlich könnt ihr auch andere Produkte für die jeweiligen Aromen verwenden. Statt Balsamico kann man auch Zitronensaft nehmen, statt Ingwer Chili, statt Honig Zuckerrübensirup, statt Speck Kapern, die man auch super kurz in der Pfanne frittieren kann (dann ist das Sandwich sogar für Vegetarier geeignet) und statt Ziegenfrischkäse normalen Frischkäse oder auch eine fettreiche Avocado.

Wie ihr seht sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt !


Zutaten für 2 Toastbrot:

  • 2 Toastbrot (ist jedem selber überlassen ob Vollkorntoast oder normales Toast)
  • 3/4 Rote Bete Knolle, vorgekocht (bekommt man eigentlich überall im Supermarkt inzwischen)
  • 6 Baconstreifen
  • 2 EL Honig
  • 4 EL Balsamico
  • 2-3 EL Ingwer (ungefähr ein daumengroßes Stück)
  • 6-8 EL Ziegenfrischkäse
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Den Ingwer fein reiben. Honig, Balsamico und Ingwer zusammenrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Baconstreifen in einer Pfanne ohne Fett kross braten und anschließend auf ein Küchentuch abtropfen lassen.

Das Toastbrot in einem Toaster oder in einer mit Öl befüllten Pfanne goldbraun rösten.

Die Rote Bete in feine Scheiben schneiden.

Das geröstete Toastbrot diagonal durchschneiden und jede Seite mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen (wer mag kann noch ein paar Kräuter wie Rosmarin oder Thymian unter den Käse heben).

Anschließend die Scheiben der Rote Bete auf einem mit Ziegenfrischkäse bestrichenem Toast legen, mit dem Dressing leicht beträufeln, die Baconscheiben drauflegen und zuklappen !

Donnerstag, 24. November 2011

Asiatisch für Anfänger: Lackierte Putenbrust

Auf der Arbeit habe ich ein sehr schmackhaftes und einfaches asiatisches angehauchtes Gericht kennengelernt.

Die Sojasauce und der Ingwer sind hierbei die Aromatengeber, welche sich zu einer salzigen, leicht scharfen und würzigen "Sauce" verbinden. Dazu kommen erfrischende, knackige Lauchzwiebeln.

Der Clou bei dem Gericht ist, gerade soviel "Sauce" zuzubereiten, dass man die Putenbrust damit ebenso "lackieren" kann.

Servieren kann man das Ganze wahlweise auf Reis, Nudeln oder kann es auch ohne Alles essen.








































Zutaten für 2 Personen:

  • 350 Gramm Putenbrust
  • 1 Bund Lauchzwiebeln
  • Ein daumengroßes Stück Ingwer
  • 8 EL Sojasauce
  • 4 EL Sherry (Studenten nehmen die kostengünstigere Variante: einen Flachmann Weinbrand (z.B. Mariacron)
  • Pfeffer
  • Mehl

Zubereitung:

Die Putenbrust in mundgerechte Stücke schneiden und anschließend von allen Seiten leicht mehlieren.

Das Fleisch in einer heißen Pfanne kurz für vier bis fünf Minuten scharf anbraten. Das scharfe Anbraten sorgt für Röstaromen und verhindert, dass das Wasser aus der Putenbrust gelangt.

In der Zwischenzeit den Ingwer schälen und in feine Würfeln schneiden. Die Lauchzwiebeln in Ringe schneiden.

Wenn das Fleisch von allen Seiten Farbe angenommen hat, die Stücke aus der Pfanne nehmen und auf ein Teller packen. Die Hitze der Pfanne auf mittlere Stufe reduzieren, und die 8 Esslöffel Sojasauce und 4 Esslöffel Sherry hinzufügen. Den fein gewürfelten Ingwer ebenso hinzufügen.

Alles kräftig umrühren, sodass sich der Ingwer auflöst. Sauce für drei bis vier Minuten leicht köcheln lassen und mit Pfeffer abschmecken. Fleischstücke in die Pfanne geben und mit der Sauce "lackieren".

Zum Schluß die Lauchzwiebeln hinzufügen und für eine Minute mitschwenken.