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Mittwoch, 21. September 2016

Pinneken mit Bums! Selbsgemachter Pfirsich-Chili Likör

Cheers!

Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder hier auf dem Blog. Grund dafür ist ein tolles Projekt von Tine, die das Blog Pottlecker  und Kathi, die das Blog Pottgewächs betreibt. Beides im Übrigen sehr sympathische Frauen, mit denen ich schon einmal kochen durfte.

Um das Kochen soll es heute nicht gehen. Stattdessen steht das Trinken im Vordergrund. Ganz nach dem Motto "Sommer im Pinnchen", haben die beiden Ruhrpottgrazien dazu aufgerufen, sich an Schnaps- oder Likörrezepte ranzusetzen, die den Sommer für den Herbst konservieren.

Bei mir fiel die Wahl relativ schnell auf einem Weinbergpfirsich. Ich mag die leichte Süße und Säure dieser Pfirsiche sehr gerne. Im Sommer kann ich von den platten Dingern kaum genug bekommen.

Der Clou bei meinem Likör: Die Pfirsichwürfel werden mit etwas Vanille, braunen Zucker und Chili eingerieben. Zusätzlich kommt eine Chilischote mit im Likörchen mit rein. Eine tolle fruchtige, leicht pikante Angelegenheit! 

Macht sich meiner Meinung nach im Übrigen auf Grund der Chilischote auch gut als Likör, den man zum Grillen zu einer Wurst mal trinken kann.

Also ran an die Pfirsiche und Chilis und noch einmal mit ordentlich Bums den Sommer in der Flasche konservieren!

PS: Nicht wundern. Dieser Post ist noch ohne Rezeptbild. Das Bild wird aber schnell nachgereicht.

PPS: Morgen wird die Frickeltante ihr Pinnekenrezept  vorstellen.

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Zutaten für ca. 1 Liter:
  • 1 Zitrone
  • 500 Gramm Weinbergpfirsiche
  • 2 Vanilleschoten
  • 350 ml Vodka
  • 1 Chilischote
  • 1 TL Chiliflocken
  • 2 EL brauner Zucker
Zubereitung:


Die Pfirsiche waschen und in feine Würfel schneiden. Mit dem Saft der Zitrone, der ausgekratzten Vanilleschoten- und mark, braunen Zucker und Chiliflocken vermengen und für drei Stunden ziehen lassen.

Alles kurz mit einem Stabmixer fein pürieren. Vodka hinzufügen, in eine Flasche abgießen.

Durch ein Küchentuch alles in eine Flasche abseihen, aufgeschnittene Chilischote hinzufügen und den Likör im Kühlschrank kühl stellen.

Dienstag, 26. Juli 2016

Kostprobe: Hoos London Gin

Man sieht ja inzwischen die Bar vor lauter Flaschen Gin nicht.

Gin ist nach wie vor in aller Munde und wird in diversen Variationen getrunken. Gefühlt kommt jede Woche eine neue Flasche auf dem Markt. Da gilt es Übersicht zu behalten und die Spreu vom Weizen zu trennen.

In den letzten Wochen durfte ich den Hoos London Gin testen. Entgegen des großen Trend nach etwas Regionalen, produziert Heiko Hoos einen  klassischen London Dry Gin.

15 ökologisch angebaute Botanicals wie Majoran, Koriander, Kiefernsprossen, Orangenzesten und Kamille, sorgen für einen angenehmen geradelinigen Gin mit einer prägenden Wacholdernote. Besonders toll, im Gegensatz zu anderen Gins die ich in letzter Zeit verkostet habe, gefällt mit der recht "maskuline" Geschmack. Noten von Anis und Zitrusfrüchte wechseln sich mit weichen holzigen Noten ab. Der Gin hat 44,4% Vol. und kostet 24,99 Euro.

Insgesamt meiner Meinung ein toller markanter Gin, der lange auf der Zunge und im Kopf bleibt.

Mittwoch, 15. April 2015

Mediterrane Sommerfrische: Gin mit Fenchel und Gurke

Gin ist für mich eine Wunderspiritouse. Eine wandelbare Longdrinkwaffe.

Am Anfang, als ich die Spirituose während meiner Teeniezeit für mich entdeckt habe,  war es normal Gin lediglich mit etwas Tonic zu mischen.

Gin Tonic. Ein Longdrink der immer ging. Zum Start, als Absacker oder einfach nur mal so.
Inzwischen weiß ich aber, dass Gin viel mehr als nur Tonic vertragen kann. Auf Vidamo.de habe ich mir den Monkey 47 bestellt. Ein toller Gin mit einem breiten Aromenspektrum.

Diesen nur mit etwas Tonic auffüllen? Das käme der Spirituose nicht gerecht. Darum habe ich etwas Gurke und Fenchelgrün mit hineingegeben.

Die Gurke sorgt für eine angenehme und kühle Frische, während das Fenchelgrün mit seinen leichten zarten Anisnoten den mediterranen Geschmack unterstreicht.

Ein toller Drink für die kommenden heißen Sommertage, der schnell zubereitet ist.

Wer mag kann aus den Zutaten auch kleine besondere Eiswürfel zaubern. Dafür einfach die Zutaten miteinander vermengen, in einem Eiswürfelbehälter füllen und für acht bis zehn Stunden in Tiefkühlfach tun. Die machen sich dann beispielsweise in einer Zitronenlimonade besonders gut.

Zutaten für 1 Drink:
  • 50 ml Monkey 47
  • 120 ml Tonic
  • 1 EL gehacktes Fenchelgrün
  • 3 dünne Gurkenscheiben
  • Eiswürfel

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Shake kurz und kräftig miteinander vermischen und in einem Glas füllen.


Mittwoch, 4. Februar 2015

Perfekter Morgenduft: Pancakes mit weißem Schokoladentraum [PLUS: Gewinnspiel!]

Wie lockt man hungrige Menschen früh aus dem Bett?

Küchentür weit auf, Pancake-Teig in die Pfanne gleiten lassen und warten bis sich der Duft von frischen Pancakes langsam bis in das Schlafzimmer hinein dringt.

Und wenn dazu noch eine köstliche cremige Dooley´s-White-Chocolate Sauce wartet....na dann, nichts wie los!

Aus der Not eine Tugend machen


Wenn Ihr auch Pfannenkuchengrobmotoriker wie ich seid und den Kuchen nicht mit einem coolen Move umdrehen könnt: Don`t worry, be creative!

Serviert euren Pfannkuchen dann einfach als einen "Broken-Pancake" oder wenn es feiner klingen soll, einfach als fixen Kaiserschmarrn. Dazu den Pfannkuchen einfach mit einem Löffel grob zerpflücken.

Wer mag kann noch ein wenig braunen Zucker rübergeben und die Pfannkuchenstücke karamellisieren lassen.


"Broken-Pancake".

Zutaten für 4 Personen:
  • 225 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • Öl
  • 250 ml Milch
  • 80 ml Dooley´s White Chocolate Cream Liqeur
  • 1 EL Creme fraiche
  • 1 EL Vanillezucker
Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Salz und Zucker miteinander vermengen. Milch und Eier in einer Schüssel verrühren. Mehlmischung zugeben und alles kurz vermengen.

Eine Pfanne mit etwas Öl austreichen und bei mittlerer Temperatur  3 EL Teig zu einem Pancake ausbacken.

Für die Sauce den Likör mit der Creme fraiche auf niedrigster Stufe erwärmen. Vanillezucker hinzufügen. Die lauwarme Sauce über die Pancakes gießen.


Wer mag kann auch gerne Rosinen oder Walnüsse unter die Pfannkuchen heben.

GEWINNSPIEL

Da ja bald Valentinstag ist, verlose ich zusammen mit Dooley´s drei Pakete mit jeweils einer Flasche White Chocolate und Toffee.

Was Ihr tun müsst?

Schickt mir einfach per Mail (dbriest@web.de) euren romantischsten Trinkspruch. Es muss dabei mindesens einmal das Wort Dooley´s und Liebe drin vorkommen.

Viel Spaß, viel Erfolg und frohes reimen!

Mittwoch, 3. September 2014

Kostprobe: Bier von Braufactum

Das nennt man wohl Imagewandel.

Vor zehn Jahren hätte man höchstwahrscheinlich jeden ausgelacht, der behauptet hätte, dass Bier so etwas wie der neue Wein ist.

Ok, es ist nicht ganz so extrem. Aber in den letzten Jahren hat sich das  Feierabendgesöff zu einem Getränk hochgemausert, welches einen enormen Facettenreichtum aufbieten kann.
Der größte Grund dafür: Die große Welle der „Craft Beers“. Die Bierkreationen kleiner Braukunstbetriebe erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Eine neue Generation von Brauern kennt in Punkto Kreativität keine Grenzen, wenn es darum geht intensive und neuartige Aromen zu erzeugen.

Die Internationale Brau-Manufacturen GmbH ist ein Anbieter für hochwertige, „von Hand gebrauter“ Bierspezialitäten. Während der Sommermonate konnte ich einige spannende Sorten probieren und war von der geschmacklichen Vielfalt begeistert. 

Bier mal anders: Craft Beers

Clan  - Scotch Ale

Das dunkle, obergärige Bier, für dessen Herstellung nur gut gelöste Malze verwendet werden, duftet malzig, karamellig. Im Geschmack dominieren exotische Früchte wie Mango und Papaya. Der süße Eindruck wird durch eine santfe, aber intensive Bitterkeit gut abgefangen.

Passt gut zu Chili con Carne oder Kalbsgeschnetzeltes.

Colonia – Bitterbier

Das obergärige Bitterbier hat eine ausgewogene Bitternote. Zur Hopfung wird ausschließlich die seltene Hallertauer Hopfensorte „Saphir“ verwendet. Das Bier riecht leicht floral und präsentiert sich sehr vielschichtig: Anklänge von Ananas und Zitrusaromen werden von prägnanten Bitternoten unterlegt.

Schmeckt zu Couscos oder einer herzhaften Quiche.

Indra- India Pale Ale

India Pale Ale ist Anfang es 18. Jahrhunderts entstanden. Um den langen Seeweg nach Indien zu überstehen, wurde das Bier mit einer höheren Stammwürze eingebraut und mit einer großen Menge an Hopfen versetzt.  Indra aus der BraufactuM Kollektion vereinigt das typische Aroma von Banane und Nelken eines Weizenbieres mit dem hopfengeprägten Charakter eines IPAs. Als Hopfen wurde der amerikanische "Cascade" verwendet.

Lecker zu deftiger Hausmannskost wie Haxe mit Sauerkraut.

Craft Beers strotzen mit tollen Aromen

Roog – Rauchbier

Mein Favorit! Das Rauchbier hat seinen Ursprung in Bamberg. Die Besonderheit: Das Malz, das man für diesen Biertyp verwendet, wird über einem offenen Buchenfeuer gedarrt. Das Ergebnis: Eine tolle rotbraune Farbe, Andeutungen von Orange und Banane die von starken Räuchernoten überlagert werden. Am Anfang schmeckt man Räuchernoten wie von Wacholderschinken, die durch gebrannte Mandeln gemildert werden.

Optimal zu Birne, Bohnen und Speck oder Wild.

Darkon – Schwarzbier

Ein dunkles, untergäriges Bier mit einem starken Bitterschokoladengeschmack. Es werden ausschließlich dunkle Malze eingesetzt, um die typischen milden Röstaromen zu generieren. Die Bitternoten tragen sehr lange nach.

Schmeckt zu Hackbraten oder einer deftigen Brotzeit.

Progusta – Bitterbier

Das Bitterbier verwendet die Hopfensorten „Citra“ aus Amerika und die deutsche Sorte „Hallertauer Mittelfrüh“. Zwei Sorten, die sich ideal ergänzen.  Schmeckt sehr aromatisch, Früchte wie Aprikose und Orange, dazu Cashewnüsse, betont von sanfter Süße und ausgewogener Bitterkeit machen das Bier zu einem harmonischen Allrounder.

Gut zu Rindertatar.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Wie Faust aufs Auge: Sommerlicher Feldsalat mit Studentenfutter-Dressingund Knusperhähnchen

Der Fachverband der Bordeaux Weine CIVB hat zum „Le petit picnic en blanc“ aufgerufen. Auf gut deutsch: Man sollte ein Sommerrezept kreieren, was in 15 Minuten zubereitet ist und zu einem Bordeaux Wein passt.

Ich habe mich für den Chateau Villa Bel-Air, 2012 [Muscadelle, Sauvignon Blanc, Sémillon] entschieden. Der Weißwein passt zu Geflügel, würzigem Salat und zu leichtem Käse. Er zeichnet sich durch sein flankierendes Fruchtspiel aus Grapefruit und Zitrone aus. Ein Hauch von Vanille und Nougat sorgen dafür, dass dem Fruchtgeschmack eine gewisse Würze beigesteuert wird. Der Schmelz ist cremig und hat eine feine Länge.

Studentenfutter trifft auf faule Ziege

 

Das außergewöhnliche Fruchtspiel aus Grapefruit und Zitrone mit seiner süßen Würze, wollte ich gerne in einem tollen Sommersalat unterstützen.

Als Basis habe ich mich für Feldsalat entschieden (jungen Spinat gab es leider nicht), das Dressing aus Studentenfutter klingt erst einmal ungewöhnlich, reiht sich aber mit seiner subtilen Süße, dank der Rosinen, gut in das Foodpairing ein. Und der Ziegenkäse passt eh wie Faust aufs Auge zu dem Wein. Marinierte Apfelstifte verleihen dem Grün eine spitze, frische Säure. Wem das nicht reicht, macht sich dazu noch eine knusprige Hähnchenbrust. Der Clou: Die Polentapanada wird mit einem Hauch Kaffeepulvere verfeinert.

Ja, und das Alles bekommt Ihr in 15 Minuten hin.

Studentenfutter kann auch als Dressing herhalten
Zutaten für eine Person:
  •  150 g Hähnchenbrust
  •  1 Eiweiß
  • 2 EL Polenta (Maisgrieß)
  • ¼ TL Kaffeepulver
  • Salz
  •  Pfeffer
  • 150 g Feldsalat, noch besser: junger Spinat
  •  1 grüner Apfel
  •  2 EL Vodka
  • 0,25 TL brauner Zucker
  • 50 g Studentenfutter
  • ½ rote Zwiebel
  • 100 g Ziegenkäse
  • 1 EL Honig
  • Saft von einer ½ Zitrone
  •  40 ml Olivenöl
  • 10 ml Walnussöl
  •  Zucker
  • Öl

Zubereitung:

Die Hähnchenbrust mit Salz und Pfeffer würzen. Das Polenta mit dem Kaffeepulver mischen. Das Eiweiß leicht anschlagen und die Hähnchenbrust durch da Eiweiß ziehen. Anschließend durch die Polentamischung ziehen und in einer Pfanne mit 2-3 EL Öl auf mittlerer Hitze von jeder Seite ca.4-5 Minute anbraten.

Den Apfel entkernen und in feine Stifte schneiden. Die Stifte mit dem Vodka und dem braunen Zucker für 10 Minuten marinieren. Honig und Zitronensaft miteinander vermischen, das Oliven- und Walnussöl unterschlagen. Mit Salz Pfeffer und Zucker abschmecken. Das Studentenfutter grob zerkleinern und mit dem Dressing vermischen.

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Feldsalat waschen und mit den Zwiebelringen vermischen. Den Ziegenkäse zerbröckeln und ebenfalls unter dem Spinat heben. Die Apfelstifte ebenfalls untermischen.

Den Salat mit dem Dressing und der Hähnchenbrust servieren. 

Dazu ein gut gekühltes Glas Chateau Villa Bel-Air, 2012.

Montag, 26. Mai 2014

Küchenquickie: Whisky-Mirabelllen mit Amarettinikaramell

Diese Woche wird die Woche der wenigen Worten. Ein Umzug steht an.

Und ein wahrer Gentleman genießt und schweigt ja eh.

Deswegen: Für Euch gibt es unten das schnell zubereitete Rezept. Nur noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Anstatt Amarettinis könnt ihr auch Butterkekse nehmen.

Ein Fünf-Minuten-Dessert: Mirabellen, Whiskey und Amarettinis


 Zutaten für eine Person:
  • 6 Mirabellen
  • 1 EL Butter
  • 50 ml Sahne
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Amarettinis, zerbröselt
  • 4 EL Joghurt
  •  4 cl Whiskey 
Zubereitung:

Die Mirabellen entkernen und in Spalten schneiden. Die Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen und die Mirabellen darin leicht anbraten. Die Sahne und den Zucker hinzufügen. Solange leicht einkochen, bis die Masse leicht karamellisiert. Zum Schluss mit etwas Whisky ablöschen und die Amarettinis in die Pfanne kurz einrühren.
Mit Joghurt servieren.


Der Bulleit Bourbon Whiskey besticht durch sein harmonisches Aroma



 Vielen Dank an Alexander and James, die mir die Flasche zur Verfügung gestellt haben!

Dienstag, 15. April 2014

Drink Pink: Selbstgemachte Rhabarberlimo

Früher „Baaah!“ – heute „Lecker!“. Mit Rhabarber musste ich mich erst im Laufe der Jahre so richtig anfreunden. Wie auch schon mal hier erwähnt.  Als Kind wurde er von mir immer verpönt. Zu sauer, faserig  und es ist ein Gemüse was sich gemeinhin als Obst tarnt. Denn: Botanisch gesehen wird der Rhabarber dem Gemüse zugeordnet, weil wir die Stängel und nicht den Fruchtstand essen. Ich glaube, das wusste ich bereits unterbewusst als Kind. Weshalb es bei mir lange Zeit keine Chance hatte.

Billiges Kilo


Inzwischen sind wir aber dicke Freunde und ich freue mich immer auf dem Frühling, wenn der erste Rhabarber auf dem Markt zu kaufen ist. Gerade jetzt zur Saison, ist der Rhabarber für wenig Geld zu haben. Mit etwas Suchen bekommt man ein Kilogramm für  1,00-1,50 Euro. Eventuell bekommt Ihr sogar den Himbeer-Rhabarber auf dem Markt. Dieser hat eine noch kräftigere Farbe und ein fruchtigeres Aroma.

Selbstgemachte Rhabarberlimo: Auch ein tolles Mitbringsel

Vielfältig einsetzbar

 

Die Limonade ist sehr schnell und leicht zubereitet. Die längste Zeit nimmt das Abkühlen im Anspruch. Aber bei den Temperaturen draußen geht auch das schnell, wenn ihr den Topf für eine Stunde nach draußen stellt. Ihr könnt die Rhabarberlimonade mit kaltem Mineralwasser auffüllen. Daneben eignet sich auch Wodka, Tonic oder Sekt sehr gut. Ein kalter Rhabarber-Tonic ist ein toller erfrischender Feierabenddrink und Wodka (vielleicht sogar mit etwas Vanille aromatisiert) mit einem Schuss Rhababerlimo aufgefüllt ist ein perfekter Shooter für die nächste Party. Oder ihr friert eure Rhabarerlimo einfach in kleine Eiswürfelbehälter ein und erfreut euch an strahlenden Eiswürfeln.

Auf alle Fälle werdet Ihr danach ein Freund von Rhababer sein.

Tolle Frühlingserfrischung: Rhabarberlimo

 Zutaten für einen Liter:

  • 1 kg Rhabarber
  • 15 g Ingwer
  • 6-8 EL  Agavendicksirup (alternativ: 5-6 EL Zucker)
  • Minze

Zubereitung:


Den Rhabarber in kleine Stücke schneiden und in einem Topf geben. Wichtig: Den Rhabarber NICHT schälen. Sonst gehen die ganzen toll aussehenden Farbstoffe weg, die in der Schale enthalten sind. Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden.

Rhabarber- und Ingwerstücke in einem Topf geben und mit 1 Liter Leitungswasser bedecken. Den Agavendicksirup unterrühren.

Alles einmal aufkochen und anschließend für 20-25 Minuten auf niedriger Hitze mit geschlossenem Deckel leicht simmern lassen. 

Alles in einem feinen Sieb gießen und die pinke Limo in einem Topf auffangen.

Abkühlen lassen, mit Minze garnieren und nach Belieben mit Mineralwasser, Tonic, Wodka, Gin oder Sekt auffüllen. 

Den Rhabarbermatsch der im Sieb über bleibt, könnt Ihr euch unter einem Joghurt oder Milchreis mischen.

Mit Vodka aufgefüllt ein Partyshot der in Erinnerung bleibt

Sonntag, 12. Januar 2014

Schmecken und riechen gut: Schokoladen-Whisky Muffins

Alkohol wirkt wie Parfüm. Zumindest bei Desserts. Ob Rum, Whisky oder Likör. Wohldosiert kann etwas Hochprozentiges einen Kuchen oder eine Mascarpone-Creme erst so richtig vollmundig und rund wirken lassen. Dabei schmeckt man den Alkohol an sich gar nicht explizit raus, man riecht ihn nur leicht. Je nach verwendeter Spiritouse bekommt das Dessert dann einen leicht rauchigen, würzigen, fruchtigen oder süßlichen Beigeschmack.
  
Leichte Note von Vanille

Für meine saftigen Schokoladen-Whisky Muffins habe ich den Jack Daniels Whisky-Likör Honey verwendet. Dieser verleiht den Muffins eine leichte Note von Vanille und nochmals eine ganz spezielle Süße. Wer kein großer Fan von Whisky ist, kann auch Rum verwenden. Harmoniert mit Schokolade ebenfalls sehr gut. Natürlich kann man den Alkohol auch komplett weglassen.


Schokolade und Whisky machen sich auch in einem Muffin gut


Zutaten für 12 Stück

125 g weiche Butter
125 g Zucker
4-5 EL Whisky
Salz
3 Eier
150 g Mehl
30 g Speisestärke
30 g Kakaopulver
2 TL Backpulver
140 g Schokolade, geschmolzen (je nach Gusto: Zartbitter oder Vollmilch)

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts sehr schaumig schlagen. Whisky und Salz dazugeben, dann ein Ei nach dem andere unterrühren. Mehl, Stärke, Kakao und Backpulver mischen und kurz unterrühren. Geschmolzene Schokolade zügig unterrühren. Teig in die Muffinförmchen geben.

Für 20 Minuten im Ofen backen und abkühlen lassen.

Dienstag, 26. November 2013

Glühbier statt Glühwein: Ohne Kater durch den Winter

Glüh...was?

Ja, die Frage darf man sich durchaus stellen. Noch vor einiger Zeit dachte ich, dass es sich bei Glühbier entweder um ein neues stark alkoholisierendes Bier handeln muss, wovon der Kopf direkt glüht oder um irgendein neues Jugendwort. Aber Pustekuchen.

Keinen dicken Kopf

Glühbier ist der neue Glühwein! Und erspart Euch auch den dicken Kopf am nächsten Tag, wenn Ihr auf gutes deutsches Bier zurückgreift. Denn spätestens wenn die Weihnachtsmarktstände ihre ersten billigen Glühweine ausschenken ist ein Kater am nächsten Tag oft mit von der Partie.

Nicht nur die Buchstabenanzahl ist gleich, auch die Würzmischung ähnelt der eines Glühweins.

Neben Nelke, Sternanis und etwas Zimt, wird das Glühbier mit Ingwer, Honig, Zitronensaft und braunem Zucker verfeinert.

Anschließend sorgt etwas Kirschsaft auch noch für die perfekte farbliche Imitation.

Würzig und wärmend: Glühbier

Zutaten für 0,5 Liter:
  • 0,4 l Bier
  • 0,1 l  - 0,2 l Kirschsaft
  • 1 Biozitrone
  • Ingwer, frisch
  • 1 EL Honig
  • 1,5 EL brauner Zucker
  • 1 Sternanis, angedrückt
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 5 Pimentkörner
  • 4-5 Nelken
Zubereitung:

Die Biozitrone mit einem Sparschäler so schälen, dass hauchdünne Zitronenschalenstreifen dabei rauskommen. Ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit den Nelken, Piment, Sternanis und Zimt in einem Kochtopf geben. Die Gewürze kurz ohne Fett für ungefähr eine Minute anrösten.

Das Bier, den Honig , etwas Zitronensaft und den Zucker dazugeben. Bei mittlerer Hitze und zugedeckt auf 60 Grad erhitzen. Anschließend das Bier mit den Gewürzen bei der Temperatur für 30 Minuten ziehen lassen.  Den Kirschsaft hinzufügen (kann man aber auch weglassen, wennn man es nicht unbedingt rot braucht) und nochmal zehn Minuten ziehen lassen.

Eine lecker Alternative zum Glühwein

Freitag, 15. November 2013

Der Geschmack von Winter: Bourbon-Pie mit gebrannten Mandeln

Wie schmeckt der Winter für Euch?

Für mich schmeckt er auf jeden Fall immer nach gebrannten Mandeln! Ich glaube seit ich denken kann, freue ich mich jedes Jahr aufs Neue auf die kleinen Nüssen die von einer knackigen Zuckerhülle umfasst sind.

Und jetzt stellt Euch diese kleine Winterköstlichkeit auf einem Kuchen vor: Unten ein Streuselbodenteig, ein paar gebrannte Mandeln und als Krönung ein leckerer Whiskeyguss.

Statt Whiskey kam man auch bestimmt ein paar Esslöffel Rum nehmen und den Kuchen dann eventuell sogar mit ein paar Rosinen verfeinern.

Dazu ein Klecks frisch geschlagene Sahne mit etwas Zimt und man schwebt direkt ohne Umwege im siebten Kuchenhimmel.


Zutaten:
  • 2 Eier
  • 1 EL Speisestärke
  • 5-8 EL Whiskey
  • 200 g gebrannte Mandeln
  • Zimt
  • Salz
  • 175 g brauner Zucker
  • 140 g Butter
  • 220 g Mehl

Zubereitung:

Den Backofen auf Umluft 150 Grad vorheizen.

Eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser mit 20g Butter fetten und mit etwas Mehl ausstäuben.
200 g Mehl, 1 Prise Zimt und Salz in eine Schüssel geben. 100 g Zucker und 100 g weiche Butter in Flöckchen dazugeben. Mit den Knethaken zu groben Streuseln verkneten. Die Streusel in der Form zu einem Boden andrücken und dabei einen hohen Rand formen. Im Ofen ca. 12 Minuten vorbacken.

25 g Butter schmelzen. Eier mit den Schneebesen des Rührgerätes aufschlagen und dabei 75 g Zucker einrieseln lassen. Danach Stärke, dann Whiskey und flüssige Butter unterrühren.

Gebrannte Nüsse auf dem Streuselboden verteilen und den Guss darübergeben. Im heißen Ofen 20-25 Minuten weiterbacken. Herausnehmen, abkühlen lassen und aus der Form heben.

Donnerstag, 19. September 2013

Kostprobe: Jack Daniel’s Tennessee Honey

Mit Whiskey kann man  mich jagen. Schon allein der Geruch erzeugt bei mir Gänsehaut wie sonst nur im tiefsten Winter. Selbst bei einem Whiskey-Tasting vor drei Jahren, konnte mich weder junger, alter, reifer oder komplexer Whiskey begeistern. Einzig die Snacks danach um den penetranten Geschmack zu neutralisieren.

Wie Ihr also sehen könnt, besten Voraussetzungen, um mich mal wieder an einem Whiskey heranzuwagen. Ok, Whiskey stimmt nicht ganz. Viel mehr handelt es sich hier um einen Whiskey Honig-Likör mit 35 % Alkoholgehalt. Der Jack Daniel’s Tennessee Honey kommt in einen hellem Gold daher und überrascht direkt nach Öffnung der Flasche.

Mir sprang direkt ein leicht blumiges und süßliches Aromabündel in die Nase. Schon mal ein erster Pluspunkt. Normalen Whiskey kann  ich noch nicht einmal mit einer geschlossenen Nase riechen. Dann die Mutprobe. Der erste Schluck. Und siehe da: Lecker! Vanille, Honig, und etwas Kaffee und Schokolade breiten sich im Mund aus. Kurz und knackig sind die Aromen da - wie ein kurzer kräftiger Peitschenknall. Danach verschwinden sie wieder.

Ein sehr leckerer und Whiskey-Likör, der sich insbesondere auch mit Süßspeisen toll kombinieren lässt. Eine gute Kugel Vanilleeis bekommt mit einem Jack Daniel’s Tennessee Honey-Sirup einen aromatischen Extrakick der im Gaumen hängen bleibt.


Zutaten für zwei Personen:
  • Vier Kugeln Vanilleeis
  • 75 ml Jack Daniel’s Tennessee Honey-
  • 50 g Pekannüsse
  • 150 g Zucker

Zubereitung:

Die Pekannüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten. Den Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen und anschließend mit dem Honig-Likör ablöschen. Etwas einkochen und ggf. Wasser zugeben, sodass ein zähflüssiger Sirup entsteht.

Donnerstag, 24. November 2011

Winterzeit ist Punschzeit: Apfel-Amaretto-Punsch

Punsche sind die Bowlen des Winters. Während eine Bowle im Sommer in erster Linie erfrischend schmecken und beleben soll, hat der Punsch im Winter meist die Funktion zu wärmen.

Am Mittwoch gab es auf dem Familiengeburtstag einen leckeren Apfel-Amaretto-Punsch.

Lässt sich gut vorbereiten und kommt vor allem beim weiblichen Geschlecht gut an. Die Kombination von Amaretto und Apfelsaft mag vielleicht der Ein oder Andere auch als Longdrink kennen.

Vanilleschoten kann man übrigens auch als nettes Gimmick verwenden. Schoten im Ofen bei niedriger Temperatur (50-60 Grad) für zwei Tage trocknen lassen. Anfang und Ende der Schote abschneiden. Den Inhalt der Vanille ausblasen und man hat vor sich einen Strohhalm aus einer Vanilleschote.






































Zutaten für 1,5 Liter:

  • 2 Äpfel
  • 150 ml Amaretto
  • 750 ml Apfelsaft
  • 500 ml Weißwein
  • 1 Stange Vanilleschote
  • Zucker 

Zubereitung:

Äpfel entkernen und in Würfel schneiden.

Würfel in Amaretto ca. zwei Stunden ziehen lassen. Apfelsaft, Weißwein und Vanilleschote einmal kurz aufkochen.

Anschließend Äpfel samt Amaretto dazugeben und erwärmen.

Nach Belieben mit Zucker süßen.

Wer natürlich die harte Tour will, kann den Anteil an Amaretto noch nach oben schrauben.

Sonntag, 13. November 2011

Kulinarische Erinnerungen: Griechischer Seelenwärmer

Wenn man fragt welches alkoholische Getränk man mit Griechenland verbindet, kriegt man früher oder später  garantiert "OUZOOOOOO" zu hören - am besten nach dem Essen nach einer ordentlichen Portion Gyros mit Pommes !

Ein Glücksfall, dass ich alles was im Ansatz nach Anis schmeckt, insbesondere Lakritz und Ouzo, mehr oder weniger verabscheue. So kam ich während meines Aufenthaltes in Athen Anfang des Jahres an einem Abend in Genuss von Rakomelo.

Ein goldbrauner Likör der warm getrunken wird und einem die Seele an kalten Tagen von Innen wärmt.
Gewonnen wird Rakomelo  u.a. aus Tsipouro,  griechischer vergorener Traubentrester, der mit Honig aromatisiert wird. Aufgewärmt  in einem Topf mit ein paar Zimtstangen, drei bis vier Nelken und ein bis zwei  Esslöffeln Honig entfaltet der süßliche 21%ige Likör sein volles Aroma. Vom Grundgeschmack, ohne den Gewürzen, kann man Rakomelo ein wenig mit Met vergleichen. Natürlich kann man auch andere Gewürze je nach Geschmack im Topf geben. Sternanis, Vanille, Kardamon, Anis, Piment -es sind keine Grenzen gesetzt.







































Die Süße vom Honig, eine dezente fruchtige Säure der Trauben, würzige Nelken und der voradventliche Zimt versprühen einen Duft von Weihnachtsmarkt. Dass der Likör dabei nicht allzu mächtig wirkt, macht das Getränk zu einem perfekten Weihnachtsaperitif.

Kleiner Wermutstropfen: Bisher habe ich den  Likör nur online zu kaufen gesehen, da meine mitgebrachte Flasche aber jetzt leer ist, werde ich mal gucken ob es ihn doch auch in gut sortierten Getränkeabteilungen zu kaufen gibt.