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Dienstag, 24. Januar 2023

Sonntagsfrühstück für Angeber: Chai Latte Pancakes mit Heidelbeeren-Thymian Sauce

Sunday is not sunday without pancakes.

Und mit diesem Rezept wollte Ihr am liebsten jeden Tag Sonntag haben. Denn die Chai Latte Pancakes sind süß und fruchtig zugleich. Der Thymian gibt dem Gericht den letzten Pfiff. Ihr benötigt auf jeden Fall das Obst, da die Pancakes durch das Chai Latte Pulver schon süß sind und durch die Zugabe der Amarettinis die Sache gleich nochmal viel mehr süßer wird. Der Pfirsich und die Heidelbeeren steuern eine angenehme Frische und Säure entgegen.

Fluffige Teilchen

Um die Pancakes besonders fluffig zu bekommen, solltet Ihr das Eiweiß vorsichtig unter dem Teig heben und die Pancakes wirklich nur auf mittlerer Hitze mit Bedacht braten. Das Eiweiß sollte auch richtig steif sein, sonst braucht Ihr euch die Mühe mit dem ganzen Eier trennen gar nicht machen und könnt einfach normale platte Pfannekuchen machen. Wer mag kann den Pfirsichspalten auch noch einen Feinschliff geben und diese in etwas milden Olivenöl und Honig marinieren.

Süß und fruchtg zugleich: Chai Latte Pancakes mit Heidelbeer-Thymian Sauce


Zutaten für 2 Personen:
  • 3 große Eier
  • 120 g Mehl
  • 140 ml Milch
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 3,5 EL Chai Latte Tee Pulver
  • 150 g TK Heidelbeeren
  • 2 Zweige Thymian
  • 1 EL brauner Zucker
  • eine Handvoll Amarettinis
  • 1 Pfirsich
  • Butter
Zubereitung:

Die Eier trennen. Mehl, Backpulver, Milch, Chai Latte Tee Pulver zu einem glatten, dicken Teig verarbeiten. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und anschließend unter dem Teig heben.

Eine Pfanne mit 2 EL Butter auf mittlerer Hitze erhitzen. Etwas Teig hineingeben und ein paar Minuten backen, bis die gebackene Seite gold und fest aussieht.

Ein Topf mit 1 EL Butter und dem braunen Zucker auf mittlere Hitze erhitzen. Den Zucker karamellisieren lassen. Die TK-Heidelbeeren und den Thymian hinzufügen und für ungefähr zehn Minuten köcheln lassen, bis im Topf eine sämige Sauce entsteht.  Kurz vor Schluss ein wenig Amarettinis zerbröseln und unter die Heidelbeern heben.

Den Pfirsich waschen und in dünnen Spalten schneiden.

Pancakes mit der Sauce, ein paar Amarettinis und den Pfirsichspalten servieren.

Freitag, 18. April 2014

Guildo hat euch lieb: Die besten Nussecken der Welt

Bock auf schlanke Linie? Super Sommerfigur? Gesund durch den Frühling?

Dann bitte jetzt einmal oben rechts auf das x klicken.

Guildos Ecken


Denn diese unfassbar leckeren Nussecken, gehen ohne Umwege direkt auf die Hüfte. Wahrscheinlich werden sie deswegen nur ein- bis zweimal im Jahr bei uns gemacht. Und sind auf der Kaffeetafel immer das Highlight. Da können selbst die besten Torten und saftigsten Kuchen auf dem Tisch stehen. Die Nussecken werden immer leer. Auch wenn eigentlich nichts mehr reinpasst.

Das Rezept stammt ursprünglich von Guildo. Der Guildo Horn, der vor einigen Jahren mal beim Grand Prix aufgetreten ist. "Nussecken und Himbeereis..." - Ihr erinnert Euch bestimmt. Seitdem geistert das Rezept für die Nussecken einige Jahre durch das Netz.

Und ist das Beste was der Grand Prix für mich je hervorgebracht hat

Guildos Nussecken gehen immer
Zutaten:

Für den Teig:
  • 300 g Weizenmehl
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Backpulver
  • Prise Salz
  • 130 g Margarine
Für den Belag:
  • 200 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 200 g gehackte Haselnüsse
  • 200 g gehackte Mandeln
  • 200 g Butter
  • 7 EL Aprikosenmarmelade
  • Schokoladenglasur

Zubereitung:

Den Backofen auf eine Temperatur von 180°C vorheizen.

Für die Vorbereitung des Belages Wasser und Butter aufkochen.
Dann die Haselnüsse und die Mandeln untermischen und abkühlen lassen.
Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig bereiten.

Den Mürbeteig auf einem Backblech gleichmäßig ausrollen und mit der Aprikosenmarmelade bestreichen.

Anschließend den abgekühlten, vorbereiteten Belag darüberstreichen.
Backblech für ca. 20 - 30 Minuten bei 180°C in den Ofen schieben. Das Gebäck soll gut hellbraun sein.

Dann abkühlen lassen und noch warm in die entsprechenden Ecken schneiden.

Die beiden spitzen Ecken der Nußecken mit Schokoladenglasur überziehen.

Schneller weg als man denkt

Mittwoch, 9. April 2014

Der kleine Kick für die Nase: Pfannenbrot

Kennt Ihr das unwiderstehliche morgendliche Parfüm der Küche?  Ich bin mir sicher, Ihr habt es alle schon mindestens einmal gerochen. Wenn sich eine leichte süßliche und warme Note in der Küche niederlegt, weiß ich meistens Bescheid: Gleich ist es endlich so weit!

Ein frisch gebackenes Brotlaib blinzelt aus der Ofentür hervor und wartet auf dem ersten Anschnitt. 

Volle Hitze

 

So ein richtig gutes Brot, braucht aber seine Zeit. Und ist nichts für Ungeduldige.Vorteig und Mutterteig sind da noch die harmlosten Begriffe.

Für den kleinen Duftkick in der Nase, hält aber auch ein schnell gemachtes Pfannenbrot her. Das Pfannenbrot wird knallendheiß in der Pfanne gebacken. Von jeder Seite ungefähr vier Minuten. Dadurch bekommt Ihr schöne Röstnoten.

Wer mag darf noch gerne Rosmarin oder Thymian im Teig mit verarbeiten. Diese harmonieren auch gut mit der Walnuss. Und sorgen für einen noch intensiveren Duftkick

Ein Brot für Ungeduldige: Das Pfannebrot
Zutaten:
  • 4 EL Walnüsse
  • 1/2 EL Salz
  • 275g Mehl
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 EL Olivenöl
  • 1 EL Walnussöl
  • 150ml warmes Wasser

Zubereitung:

Die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, dann in einem Mörser sehr fein zerstoßen.

Das Mehl mit dem Salz und der Hefe vermischen. Anschließend das Oliven- und Walnussöl und die fein zermahlenen Walnüsse zugeben und schluckweise das Wasser dazu. Den Teig solange kneten, bis er glatt ist. Den Teig weitere 5 Minuten kneten und ihn in eine Schüssel geben. Die Schüssel abdecken und den Teig mindestens eine Stunde gehen lassen.

Danach den Teig dünn ausrollen und kleine Brotecken rausschneiden. Diese weitere 30 Minuten gehen lassen.
Die Brote in einer Pfanne von jeder Seite 3-4 Minuten auf höchster Stufe backen.

Freitag, 4. April 2014

Mit einem Bissen weg: Burgerhappen

Burger müssen nicht immer XXL sein. Und auch nicht immer ganz klassisch, wie mein bereits verbloggter Cheeseburger.

Klein, aber fein kommt mein Burgerbrötchen im Miniformat mit ein wenig Pekannüssen und Röstzwiebeln daher. Das knackt schön beim Kauen. Ok, im Prinzip ist es auch kein richtiger Burger. Sondern eher ein Burgerhappen. Perfekt geeignet für ein (kaltes) Buffet. Ein, zwei Bisse und das prall gefüllte kleine Etwas ist verschlungen.

Mit was man den Burgerhappen im Endeffekt belegt, ist reine Geschmackssache. Da bei uns noch ein wenig Braten übrig war, habe ich diesen noch kurz mariniert und schnell in der Pfanne angebraten. Dazu etwas Salat und Mayonnaise.

Ein Happen der Extraklasse.

Klein, aber fein: Der Burger mit Pekannüssen und Bratenreste
Zutaten:
  • 2 EL Honig
  • 2 EL Senf
  • 1 TL Chiliflocken
  • Reste vom Braten oder ggf. nur Kochschinken
  • 500 g Mehl
  • 1 Päcken Backpulver
  • Salz
  • Zucker
  • 300 ml Milch
  • 2 EL Öl
  • 100 g Pekannüsse, gehackt
  • 50 g Röstzwiebeln
  • Gewüzgurken
  • Mayonnaise
  • Römersalat
Zubereitung:

Den Ofen auf Umluft 150 Grad vorhezen. Honig, Senf und Chili kurz miteinander verrühren. Fleisch damit rundherum einstreichen und kurz in einer Pfanne scharf anbraten. 

Für die Brötchen Mehl, Backpulver, 1/2 TL Salz und  2 TL Zucker mischen. Milch und Öl zufügen. Mit den Knethaken des Rührgerätes zu einem glatten Teig verkneten, dabei Röstzwiebeln und Pekannüsse unterknete. Bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Teig nochmals durchkneten und zu kleinen Brötchen formen.
Auf das Blech legen. Brötchen im Ofen ca. 30 Minuten backen lassen.  Mit zerpflücktem Braten, Gewürzgurke, Römersalat und Mayonnaise belegen.

Donnerstag, 13. März 2014

Hübsch und lecker: Panna-cotta-Pie mit Obst

Ich kann ganz zweie Wörter auf Italienisch: Panna (dt. Sahne) und cotta (dt. gekocht). Die typisch italienische Nachspeise ist nicht mehr und nicht weniger: Gekochte Sahne. Je nach Gusto aromatisiert mit etwas Vanille, Tonkabohne oder Zitronenabrieb. Das Gute an Panna cotta ist, dass sie kein Hexenwerk und idiotensicher ist.

Vom Glas auf dem Kuchen 

 

Panna cotta macht nicht nur im Glas eine gute Figur, sondern auch auf dem Kuchen. Dazu wird die Masse einfach auf einem vorgebackenen Mürbeteig gegossen und dann im Kühlschrank gestellt. Wer mit Mürbeteig auf dem Kriegsfuss steht, kann auch fertigen Mürbeteig aus dem Supermarkt zurückgreifen. Der Vorteil an der Panna-cotta-Pie ist, dass man so direkt einen erfrischenden Nachtisch für mehrere Personen hat. Bei dem Obst, könnt Ihr euch frei austoben. Jetzt im Frühling kann man den Panna-cotta-Pie auch toll mit saisonalen Obstsorten wie Rhabarber und Apfel belegen.

Ach ja, einen großen Vorteil gegenüber der Panna cotta im Glas hat der Kuchen noch. Man muss die Panna cotta nicht vorsichtig aus dem Glas stürzen. Stattdessen kann man direkt mit der Gabel loslegen. Und gar nicht mehr aufhören.

Panna-cotta-Pie ein Gaumen- und Augenschmaus

Zutaten:
  • 360 g Mehl
  • 30 g Puderzucker
  • 1/2 TL Salz
  • 125 g kalte Butter
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Eigelb
  • 5 Blatt Gelantine (alternativ: Agar-Agar)
  • 750 g Sahne
  • 125 g Zucker
  • 2 Vanilleschoten
  • verscheiden Obstsorten
Zubereitung:

Für den Teig Mehl, Zucker und Salz vermischen. Die Butter in grobe Würfel schneiden, dazugeben und alles zu einer bröseligen Masse vermengen. Das Ei hinzufügen und das Ganze rasch zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen und im Kühlschrank 30 Minuten ruhen lassen. Den Boder der Springform mit dem Teig auslegen und Ränder hochziehen. Den Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Form 15 Minuten kühl stellen.

Backofen auf 225 Grad Umluft vorheizen.

Den Teig auf mittlere Schiene 12-15 Minuten backen. Eigelb und 1 TL Sahne verrühren und den warmen Boden damit bestreichen. Damit die Einstechlöcher geschlossen werden. Für die Panna cotta die Gelantine 10 Mintuten in kaltem Wasser einweichen. Vanilleschoten aufschneiden,das Mark herauskratzen. Schoten, Mark, Zucker und Sahne in einem Topf aufkochen lassen. Topf vom Herd nehmen, die Gelantine ausdrücken und unter ständigem Rühren in der Sahnemischung auflösen. Die Masse etwa 20 Minuten abkühlen lassen und zwischendurch umrühren. Die Schoten herausnehmen und die Panna cotta auf dem Pie verteilen. Den Kuchen mindestens 3 Stunden kühl stellen, bis der Belag fest geworden ist. Mit dem Obst garnieren.

Sonntag, 26. Januar 2014

Gib mir Saures, Baby! - Zitronentarte

Es ist ja doch gar kein Hexenwerk. Tarte. Das klang bisher in meinen Ohren immer nach hoher Handwerkskunst. Das Einzige was ein bisschen Handwerk erfordert, ist lediglich der Boden aus Mürbeteig.

Die herrlich fruchtig-säuerliche Zitronencreme ist im Handumdrehen zusammengerührt Ursprünglich wollte ich noch etwas frischen Ingwer mit in die Creme hineinreiben. Leider hatte ich keinen mehr im Kühlschrank. Das war aber nicht allzu schlimm, denn die Tarte schmeckte auch ohne Ingwer sehr gut. Bissen für Bissen könnt Ihr mit der Tarte die frostigen Minusgrade vergessen.

Also, ran ans Backen. Gegen den Winterblues.

Sauer macht lustig. In diesem Fall auch glücklich.

Zutaten:
  • 250 g Mehl
  • 125 g Butter, kalt
  • 4 Bio-Zitronen
  • 1 EL Speisestärke
  • 4 Eier
  • 200 ml Sahne
  • 255 Gramm Zucker

Zubereitung:

Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.

Für den Mürbeteig Mehl, 75 g Zucker, ein Ei und Butter Flöckchen mit den Knethaken des Handrührgeräts verrühren. Mürbeteig mit den Händen glatt verkneten. Mürbeteig ca. 30 Minuten kalt stellen.

Mürbeteig ausrollen und in eine gefettete mit Mehl ausgestäubte Springform geben. Mit einer Gabel den Mürbeteig einstechen, damit er im Ofen nicht sehr stark aufgeht.

Im Ofen für ca. 10 Minuten backen.

Für die Füllung die Schale von zwei Zitronen abreiben, Zitronen auspressen und 180 ml Zitronensaft abmessen. Den Saft mit der Zitronenschale, Sahne, drei Eier, 180 Gramm Zucker und Speisestärke verrühren.

Die Zitronenfüllung auf den vorgebackenen Mürbeteigboden und die Tarte für ca. 20 Minuten bei 170 Grad im Ofen backen.

Sonntag, 12. Januar 2014

Schmecken und riechen gut: Schokoladen-Whisky Muffins

Alkohol wirkt wie Parfüm. Zumindest bei Desserts. Ob Rum, Whisky oder Likör. Wohldosiert kann etwas Hochprozentiges einen Kuchen oder eine Mascarpone-Creme erst so richtig vollmundig und rund wirken lassen. Dabei schmeckt man den Alkohol an sich gar nicht explizit raus, man riecht ihn nur leicht. Je nach verwendeter Spiritouse bekommt das Dessert dann einen leicht rauchigen, würzigen, fruchtigen oder süßlichen Beigeschmack.
  
Leichte Note von Vanille

Für meine saftigen Schokoladen-Whisky Muffins habe ich den Jack Daniels Whisky-Likör Honey verwendet. Dieser verleiht den Muffins eine leichte Note von Vanille und nochmals eine ganz spezielle Süße. Wer kein großer Fan von Whisky ist, kann auch Rum verwenden. Harmoniert mit Schokolade ebenfalls sehr gut. Natürlich kann man den Alkohol auch komplett weglassen.


Schokolade und Whisky machen sich auch in einem Muffin gut


Zutaten für 12 Stück

125 g weiche Butter
125 g Zucker
4-5 EL Whisky
Salz
3 Eier
150 g Mehl
30 g Speisestärke
30 g Kakaopulver
2 TL Backpulver
140 g Schokolade, geschmolzen (je nach Gusto: Zartbitter oder Vollmilch)

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts sehr schaumig schlagen. Whisky und Salz dazugeben, dann ein Ei nach dem andere unterrühren. Mehl, Stärke, Kakao und Backpulver mischen und kurz unterrühren. Geschmolzene Schokolade zügig unterrühren. Teig in die Muffinförmchen geben.

Für 20 Minuten im Ofen backen und abkühlen lassen.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Österreich sei Dank: Der weltbeste Kaiserschmarrn

Irgendwann muss sich jeder entscheiden. BVB oder Bayern München? SPD oder CDU? Pfannkuchen oder Kaiserschmarrn? Ziemlich lange war ich überzeugter Anhänger der Pfannkuchen-Fraktion. Mit Apfelmus, geschlagener Sahne, Nutella oder puristisch mit Zimt und Zucker. Hauptsache es gab den sättigen Kuchen aus der Pfanne.

Pfannkuchen adieu!

Doch dann: Österreich irgendwann in den späten 90er Jahren. Ein heißer Spätsommertag. Keine Wolke am Himmel. Viel Hunger im Bauch. Rast mit der ganzen Familie in einem urigen österreichischen Restaurant.Wir saßen draußen, auf einer großen alten Holzterrasse. Eine halbe Stunde später wurde mir ein großer Berg Kasierschmarrn serviert. Goldgelb. Locker und luftig. Außen eine dünne Karamellkruste. Um mich war es danach geschehen: Pfannkuchen adieu! Es war schön mit dir, doch die Zeit mit dem Kaiserschmarn danach war besser. Im Gegensatz zum Pfannkuchen, liebe ich an dem Kasierschmarrn, dass er (sofern er richtig gemacht wird) herrlich fluffig  und saftig daherkommt. Pfannkuchen liegen mir meist schwer im Magen. Von einem Kaiserschmarrn kann ich gar nicht genug kriegen.

Mit Zitronenschale oder Chili-Schokolade

Ganz klassisch kommen nur ein paar (Rum)-Rosinen rein. Wer mag kann aber auch etwas abgeriebene Schale einer Zitrone oder einer Orange hinzufügen. Geröstete Nüsse oder ein paar Stücke Chili-Schokolade machen sich ebenso gut und verleihen dem Ganzen nochmal eine andere Geschmacksrichtung. Äpfel, Birnen oder Pflaumen passen auch sehr gut.

Für euch habe ich das in meinen Augen weltbeste Kaiserschmarrn Rezept unten aufgeschrieben. Ganz klassisch, ohne viel Firlefanz. So wie damals in Österreich. Jetzt auch für daheim.

Luftig, locker, leicht: Kaiserschmarrn wie er sein sollte

Zutaten für 2 Personen
  • 2 EL Rosinen
  • 4 cl Rum
  • 3 Eier
  • 150 ml Milch
  • 85 g Mehl
  •  Eine Prise Salz
  • 1 EL Vanillezucker
  • 75 g Zucker
  • 5 EL Butter
  • Puderzucker
Zubereitung:

Die Rosinen in einer kleinen Schüssel mit dem Rum begießen, abdecken und mindestens zwei Stunden marinieren lassen (gerne auch länger).

Die Eier trennen. Die Eigelbe mit Milch verrühren, das Mehl mit dem Salz und Vanillezucker vermischen. Alles mit einem Schneebesen kräftig zu einem glatten Teig verrühren und 20 Minuten ruhen und quellen lassen.

Dann Eiweiße und 2 EL Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts fast steif schlagen. Bis der Eischnee die erste Spitzen bildet. Eischnee mit dem Schneebesen sanft und mit viel Gefühl unter den Teig heben.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Hälfte der Butter in einer großen ofenfesten Pfanne zerlassen. Teig in die Pfanne gießen und glatt streichen, die Rumrosinen darüberstreuen.

Den schaumigen Pfannkuchen bei mittlerer Hitze 3 Minuten anbacken, bis die Unterseite ei bisschen braun ist und die Oberfläche noch ganz flüssig ist. Die Pfanne in den Ofen (Mitte) schieben und den dicken Pfannkuchen ca. 10 Minuten fertig backen. Die Pfanne aus dem Ofen nehmen und den Schaumpfannkuchen mit zwei Gabeln in große Stücke zerteilen.

Restliche Butter in Flöckchen zum Schmarn geben und mit dem übrigen Zucker bestreuen. Die Schmarnstücke wenden und auf dem Herd bei mittlerer Hitze noch 3 Minuten karamellisieren lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.

Freitag, 15. November 2013

Der Geschmack von Winter: Bourbon-Pie mit gebrannten Mandeln

Wie schmeckt der Winter für Euch?

Für mich schmeckt er auf jeden Fall immer nach gebrannten Mandeln! Ich glaube seit ich denken kann, freue ich mich jedes Jahr aufs Neue auf die kleinen Nüssen die von einer knackigen Zuckerhülle umfasst sind.

Und jetzt stellt Euch diese kleine Winterköstlichkeit auf einem Kuchen vor: Unten ein Streuselbodenteig, ein paar gebrannte Mandeln und als Krönung ein leckerer Whiskeyguss.

Statt Whiskey kam man auch bestimmt ein paar Esslöffel Rum nehmen und den Kuchen dann eventuell sogar mit ein paar Rosinen verfeinern.

Dazu ein Klecks frisch geschlagene Sahne mit etwas Zimt und man schwebt direkt ohne Umwege im siebten Kuchenhimmel.


Zutaten:
  • 2 Eier
  • 1 EL Speisestärke
  • 5-8 EL Whiskey
  • 200 g gebrannte Mandeln
  • Zimt
  • Salz
  • 175 g brauner Zucker
  • 140 g Butter
  • 220 g Mehl

Zubereitung:

Den Backofen auf Umluft 150 Grad vorheizen.

Eine Tarteform mit 24 cm Durchmesser mit 20g Butter fetten und mit etwas Mehl ausstäuben.
200 g Mehl, 1 Prise Zimt und Salz in eine Schüssel geben. 100 g Zucker und 100 g weiche Butter in Flöckchen dazugeben. Mit den Knethaken zu groben Streuseln verkneten. Die Streusel in der Form zu einem Boden andrücken und dabei einen hohen Rand formen. Im Ofen ca. 12 Minuten vorbacken.

25 g Butter schmelzen. Eier mit den Schneebesen des Rührgerätes aufschlagen und dabei 75 g Zucker einrieseln lassen. Danach Stärke, dann Whiskey und flüssige Butter unterrühren.

Gebrannte Nüsse auf dem Streuselboden verteilen und den Guss darübergeben. Im heißen Ofen 20-25 Minuten weiterbacken. Herausnehmen, abkühlen lassen und aus der Form heben.

Freitag, 1. November 2013

Unscheinbar lecker: Saftige Dulce de leche-Muffins

So unscheinbar. Aber so lecker!  Dulce de leche-Muffins. Nichts da mit aufwändigen verzierten Cupcakes oder Pop-Cakes. Back to the roots: Ganz normale  klassische Muffins mit einer feinen leckeren Note von Karamell. Zudem sorgt die Dulce de leche dafür, dass die Muffins trotz ihrer Kompaktheit herrlich saftig bleiben.

Für alle die sich fragen „Dulce - was?!“: Dulce de leche heißt soviel wie Süßes aus Milch und ist insbesondere in Lateinamerika als Brotaufstrich weit verbreitet. Argentinien versuchte im Jahr 2003 sogar Dulce de leche als Weltkulturerbe anzumelden, was aber scheiterte.

Geschmacklich erinnert Dulce de leche an eine etwas süßere Karamellsauce.


Dulce de leche kann man leicht selber herstellen, indem man einfach eine Dose gezuckerte Dosenmilch  (vorherdie Papierbandenrollen entfernen), in einem Kochtopf stellt, soviel Wasser angießt, dass die Dose bedeckt ist und bei mittlerer Hitze für ungefähr zwei bis drei Stunden kochen lässt. Anschließend die Dosen herausnehmen, abkühlen lassen und die fertige Dulce de leche genießen. Alternativ kann man sie aber auch fertig kaufen. Ich habe meine, welche sich in der russischen Lebensmittelabteilung befand, auch schon bereits fertig gekauft.


Zutaten für 12 Muffins:
  • 75 Gramm Zucker
  • 2 Eier
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Butter
  • 125 g Sahne
  • 250 g Dulce de leche
  • 100 Gramm Walnüsse, gehackt
Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Eier mit dem Zucker auf höchster Stufe schaumig aufschlagen. Die Butter mit der Dulce de leche für zwei Minuten in der Mikrowelle erwärmen, sodass die Butter und die Dulce de leche leicht flüssig sind und anschließend glatt rühren. Das Gemisch unter die Eiermasse geben. Sahne hinzufügen. Alles kurz verrühren.
Mehl, Backpulver, gehackte Walnüsse und eine Prise Salz zum Schluss hinzufügen. Alles miteinander ordentlich und kurz verrühren.

Für ca. 28 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

Freitag, 31. Mai 2013

METRO-Kochherausforderung: Brausepulver in Kartoffeln, gestrudelte Cheesecakes & Luxus gewordene Flüssigkeit

Die METRO hat zum kochen eingeladen! Food-Bloggern aus ganz Deutschland konnten sich ein Paket bei ihrer Metro-Filiale abholen und sollten aus den enthaltenden Zutaten ein leckeres 3-Gang Menü zubereiten.
Einzige Bedingung: Es muss ALLES verwendet werden!

Gucken wir uns mal an, was alles im Paket für die METRO-Kochherausforderung enthalten war:

Junger Blattspinat
Ingwer
Persisches Blausalz
Arganöl
Filo-Teig
Pesto Genovese
Weißwein (Riesling)
Kartoffeln, Premium handverlesen
ein französisches Freilandhuhn, frisch
Mango
Tomaten
Ahoi Brausepulver

Das Brausepulver (in Form eines Eimers mit 100 Packungen) machte mich zunächst stutzig. Ich wollte es aber unbedingt in meinem Hauptgang verwenden, der ziemlich schnell in meinem  Kopf entstanden ist. Beim Nachtisch war die Mango für mich der Hauptakteur. Und bei der Vorspeise musste ich eine Weile grübeln. Suppe, Salat oder Strudel? Zusätzliche Herausforderungen die ich mir gestellt habe: 1. So wenig Zutaten wie möglich dazu nehmen und wenn dann nur Basic-Zutaten die jeder zu Hause hat. 2. Wenn möglich sollte eine Zutat nur einmal verwendet werden und nicht mehrmals.

Was aus den Zutaten im Endeffekte geworden ist, könnt Ihr weiter unten sehen!

Luxus-Smoothie

Zur Vorspeise gibt es einen Smoothie. Aber nicht irgendeinen Smoothie, sondern einen luxoriösen Spinat-Smoothie! Wertvolles Arganöl und delikates persisches Blausalz heben den Smoothie nicht nur in eine geschmackliche Extra-Klasse, sondern auch in eine etwas gehobenere Finanzklasse.


Zutaten für einen Smoothie:

  • 100 g junger Blattspinat
  • 10 g Arganöl
  • 1 Banane
  • 150 ml Orangensaft
  • 1 Prise Blausalz
  • 15 g Ingwer

Zubereitung:

Den Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden, Banane ebenfalls schälen und klein schneiden. Blattspinat, Öl, Orangensaft, Ingwer, Salz und Banane in einem Mixer geben und pürieren.
Kühl servieren.

Pesto-Hähnchen mit Zitronenstampf und Ofentomatensauce

Für den Hauptgang ging mir sofort "Mediterran" durch dem Kopf. Das Pesto zu dem Geflügel. Dazu ein Kartoffelstampf mit einer leichten Zitrusnote, Brausepulver olé, und eine lecker Ofen-Tomatensauce.


Zutaten für vier Personen:

  • 200 g Kartoffeln
  • 1 Päckchen Brausepulver, Zitrone
  • 4 EL Pesto
  • 1 Freilandhähnchen
  • 3 Tomaten
  • 100 g Butter
  • 50 ml Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und in gesalzenen Wasser kochen. Die Tomaten halbieren, mit fein gehacktem Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen. Auf ein Blech geben und 15 Minuten im vorgeheizten Backofen backen. Anschließen pürieren, passieren und abschmecken.

Das Freilandhähnchen nach Gusto zerteilen, und wer mag die Haut entfernen, und mit dem Pesto einreiben. Anschließend im Ofen bei 160 Grad für ca. 75 Minuten garen.

Die ausgedämpften Kartoffeln mit der Milch und der Butter zu einem Püree stampfen. Das Püree mit dem Zitronen-Brausepulver abschmecken, sodass es leicht zitronig schmeckt. Vorsichtig dosieren und immer wieder abschmecken.

Das Pesto-Huhn mit der Ofentomaten-Sauce und dem Zitronen-Kartoffelstampf servieren.

Mango-Strudel-Cheesecakes

Zum Schluss stand die Nachspeise auf dem Plan. Die kleinen Mango-Studel-Cheesecakes waren eine wahre Sünde! UNBEDINGT NACHMACHEN! Die Masse ist ruckzuck zusammengerührt und schnell hat man kleine süße Käseküchlein zubereitet.


Zutaten für zwei Personen:
  • 80 ml Weißwein
  • 1 Mango
  • Filoteig
  • 1 Ei
  • 4 EL Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 Vanilleschote
  • 100 g Créme fraiche
  • 100 g Frischkäse
  • 1/2 EL Speisestärke
Zubereitung:

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Mango schälen und würfeln und in einer heißen Pfanne mit etwas Butter leicht anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und die Würfel herausnehmen.

Filoteigblätter dünn mit flüssiger Butter bestreichen und der Länge nach zusammenklappen. Dann jedes Blatt in der Mutter durchschneiden, sodass sechs Teigblätter entstehen. Jeder Mulde der Muffinform mit einem Teigblatt auslegen.

Ein Ei mit Créme fraiche, Zucker, Frischkäseund 1/2 EL Speisestärke glatt rühren. Angebratene Mangowürfel unter die Masse heben. Vanilleschote auskratzen und das Vanillemark ebenfalls unter die Masse rühren. Die Masse gleichmäßig in die mit Teig ausgelegten Mulden füllen, den Teig dabei über der Masse zusammendrehen. Für ca.20 Minuten goldbraun backen. Törtchen mit der Zabaione servieren.

Dienstag, 7. Mai 2013

Klein, aber fein: Honig-Mandel-Mini-Gugl

Klein ist gemein. Besonders dann, wenn es noch um Süßes geht. Immer denkt man sich: "Na gut, einer geht noch. Sind ja schließlich schnell aufgegessen und so groß sind sie ja nicht." Pah. Bis man dann danach mit einem schlechten Gewissen auf der Couch hockt: "Habe ich jetzt wirklich gerade über zehn kleine Gugl innerhalb von zehn Minuten verspeist?".

Ist aber auch verlockend, wenn so ein Kuchen in Mini-Format vor einem liegt. Passt genau zwischen Daumen und Zeigefinger. Braucht maximal fünf Bissen und schwups landet das Teilchen im Magen.

Wer keine Mini-Gugl-Form hat, kann alternativ auch einfach daraus ein paar etwas größere Muffins formen. Vielleicht erhöht sich ja dann die Lebensdauer ein wenig.

Um den Mandelgeschmack beim nächsten Mal etwa mehr hervorzuheben, würde ich die Gugls noch mit einem Schluck Amaretto aufpeppen.

Zutaten für etwa 18 Gugl:

  • 20 g Butter und Mehl für die Form
  • 30 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Ei
  • 35 g Weizengrieß
  • 10 g Mehl
  • 1 Messerspitze Zimt - und Nelkenpulver
  • 30 g Honig
  • 20 g gehackte Mandeln
Zubereitung:

Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Guglhopfform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Backofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Butter mit dem Zucker verrühren. Das Ei unterrühren, sehr schaumig schlagen, das Ganze mit Weizengrieß und Mehl nacheinander glattrühren. Zimt und Nelkenpulver dazugeben und vermengen. Mandeln in einer Pfanne etwas anrösten. Zusammen mit dem Honig zu dem Teig geben und alles vermengen.

Teig in die Form füllen und im vorgeheizten Ofen im unteren Drittel ca. 12 Minuten backen. Anschließend aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und herauslösen.

Montag, 15. April 2013

Schickt eure Torten auf dem Catwalk!

Wolltet Ihr einmal kulinarischer Star sein und über den Catwalk laufen?  Philadelphia macht es möglich!

Die Aktion "Philadelphia sucht die Tortenstars", kürt die schönsten, kreativsten und mutigsten Torten! In drei Kategorien kürt die Jury je 15 Finalisten, welche ein iPad Mini erhalten, und aus diesen Finalisten werden dann die Gewinner gewählt. Auf die wartet ein Reisegutschein.

Urheber: Philadelphia 


Also ran ans Backwerk! Und wer noch Inspiration braucht, kann sich ja vielleicht von meiner Erdbeer-Basilikum-Torte vielleicht etwas abgucken.


Zutaten:
  •  300 g Blätterteig
  • 400 g Erdbeeren 
  • 1 Topf Basilikum
  • 3 TL abgerieben Bio-Zitronenschale
  • 2 EL Zitronensaft
  • 250 ml Schlagsahne
  • 1 EL brauner Zucker
  • 200 g Doppelrahmfrischkäse
  • 3 EL Vanillezucker
  • 1 EL Puderzucker
  •  2 EL Limettensaft

Zubereitung:

Den Blätterteig ausrollen und 4 unterschiedlich große Kreise (am besten von klein nach groß) ausschneiden. Blätterteigkreise auf 2 mit Backpapier ausgelegte Bleche legen. Im heißen Ofen bei 190 Grad Umluft in der Ofenmitte goldbraun backen. Anschließend abkühlen lassen.

Für die Basilikumcreme:

Die Hälfte der Sahne steif schlagen. Basilkum mit einem EL braunem Zucker in einem Mixer zu einer Paste zerkleinern. Steif geschlagene Sahne unter 100 g Frischkäse heben. Basilkumpaste ebenfalls unterrühren. Zitronenschale und Zitronensaft hinzufügen.

Für die Erdbeercreme:

Restliche Sahne steif schlagen und unter den restlichen Frischkäse heben. 200 g Erdbeeren mit 1 EL Vanillezucker in einem Mixer fein pürieren und unter die Frischkäsemasse rühren. 2 EL Vanillezucker ebenfalls unterrühren.

Den größten Blätterteigboden auf einer Tortenplatte setzen und mit 3/4 der Basilikumcreme bestreichen. Den nächst größeren Boden draufsetzen und mit 3/4 der Erdbeercreme bestreichen. Anschließend den zweitkleineren Boden draufsetzen und mit der Basilkumcreme bestreichen.Zum Schluß den kleinsten Boden oben drauf setzen und mit der Erdbeercreme bestreichen. Mit marinierten Erdbeeren (in 1 EL Puderzucker und 2 EL Limettensaft) oder Basilkumblättern ausschmücken.

Samstag, 23. März 2013

Luftig, locker, latschig: 1/2 Klassischer Käsekuchen

Käsekuchen mit Limette. Mit Mascarpone. Mit Schokolade und Nüssen. Mit Mohn. Und so weiter so fort. Vor lauter Käsekuchenvariationen gerät der normale klassische Sonntagskäsekuchen schnell ins Vergessen.

Ebenso schnell in Vergessenheit gerät, dass es zwischen Käsekuchen und Cheesecake einen wichtigen Unterschied gibt. Während in der amerikanischen Variante in den meisten Fällen Frischkäse zum Einsatz kommt, beinhaltet der deutsche Käsekuchen meist Quark als Masse.

Ich gehöre nach dem heutigen Backversuch, wahrscheinlich eher zu der Cheesecake-Fraktion. Irgendwie mag ich deren Konsistenz lieber. Schön dicht und fest. Mein Käsekuchen dagegen war eher luftig und locker. (Ganz klassisch war er übrigens auch nicht. Ein bisschen Frucht gehört für mich einfach dazu. Sahne kommt eigentlich bestimmt auch nicht in den Klassiker).

Und lag nichtsdestotrotz wie ein Klotz im Magen.

Jetzt wo ich gerade nochmal die Backzeit durchgehe, fällt mir auf, dass ich den Kuchen anstatt 1 Stunde nur 40 Minuten gebacken habe. Ok. Kein Wunder also, dass er "schön" lufitg, locker und lätschig geworden ist.


Zutaten für eine Springform (28cm):
  • 750 g Magerquark
  • 6 Eier (M)
  • 180 g Zucker
  • 300 g Sahne
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Speisestärke
  • 100 g Butter
  • 200 g Vollkorn-Butterkekse
  • 2 kleine Dosen Mandarinen
Zubereitung:

Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, den Rand einfetten. Kekse fein zerkrümmeln und mit der Butter mischen. Die Keksmasse auf den Boden der Form drücken, dabei einen Rand bilden.

Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen.

Für die Quarkmasse die Eier trennen. Eigelbe und 80 g Zucker hell-cremig rühren. Eiweiße, Salz und 100 g Zucker steif schlagen. Sahne steif schlagen. Quark unter die Eigelbcreme rühren, dann den Eischnee unterheben. Die Stärke unterziehen, zuletzt die geschlagene Sahne unterheben.

Die Quarkmasse auf die Keksmasse geben und mit Mandarinen bedecken.

Im Ofen ca. 20 Minuten backen. Dann den Kuchen bei 140 Grad weitere 40 Minuten backen. Herausnehmen und abkühlen lassen

Dienstag, 19. März 2013

Haariges Gebäck: Easy-peasy Hefezopf

Locker, fluffig, garantiert ohne Haare und gerade zu Ostern immer wieder beliebt auf dem Teller: der Hefezopf.

Frisch aus dem Ofen mit etwas Butter und einem Klecks Marmelade schmeckt er besonders gut. Auch in Punkto Resterverwertung muss sich der schmackhafte Zopf nicht verstecken.

Übrig geblieben Scheiben einfach am nächsten Tag im Toaster schmeißen oder eine Abwandlung des allseits bekannten Bread and Butter Pudding aus den Resten kreieren.

Übrig bleibt, wenn man alles richtig gemacht hat, am Ende jedenfalls nichts.

Gleichzeitig nehme ich mit diesem Rezept auch an mein allererstes Blog-Event teil:

Küchenplausch Oster-Event 2013
 Zutaten für einen Zopf:

  • 300 ml Milch
  • 600 g Mehl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 115g Zucker
  • Hagelzucker
  • 2 Eier
  • 20 ml Öl
  • 80 g Butter

Zubereitung: 

Ofen auf 190 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.

Milch, Zucker, Bztter, Öl und Ei vermischen und leicht erwärmen. Die Hefe in dem Gemisch auflösen und das Mehl dazugeben. Hefeteig solange kneten, bis er nicht mehr an den Händen klebt.

Den Teig in drei gleiche Teile teilen und einen Zopf daraus flechten. Anschließend die Teigstücke für etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Das zweite Ei verquirlen, den Zopf damit einpinseln und mit Hagelzucker bestreuen.

Für ungefähr 25 Minuten im Backofen backen lassen.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Kürbis für Faule: Kürbis-Curry & Kürbis-Brot

Kürbisse können einen ja schon ein wenig abschrecken. So groß, so schwer, soviel zu Schälen und soviel zu Schnibbeln.

Abhilfe schafft da der Kürbis für Faule: der Hokkaidokürbis. Dessen Schale ist so dünn, dass sie beim Kochen weich wird und problemlos mitverzehrt werden kann. Und da so ein Kürbis meistens etwas größer ist, eignet er sich auch perfekt um gleich zwei Gerichte daraus zu kochen, wenn man ihn schon mit aller Gewalt zerkleinert hat.

Das leicht orientalische angehauchte Kürbis-Curry ist ein schnell gemachter leckerer Bauchwärmer für kalte Herbsttage. Und kommt geschmacklich vielfältig daher.

In der "Deli" (toll aufgemachte und kurzweilige Einführungsausgabe), habe ich ein Rezept für ein Kürbisbrot gefunden. Statt Butternut habe ich allerdings meinen Hokkaidokürbis verwendet. Das Brot ist schnell zusammengerührt und schmeckt mir am besten mit einem süßlichen Belag: Frischkäse und Honig oder mit Marmelade. 

Und natürlich lauwarm aus dem Ofen.



Kürbis-Curry - Zutaten für vier Personen:

  • 800 g Hokkaidokürbis
  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1,5 TL Zucker
  • 2 TL Curry
  • 5-6 Tropfen Tabasco
  • 2 Dosen geschälte Tomaten aus der Dosen
  • Creme Fraiche
  • Petersilie

Zubereitung:

Kürbis putzen, halbieren und Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch mit Schale in kleine Würfel schneiden.

Hackfleisch in einer Pfanne in heißen Öl anbraten. Zwiebeln zwei Minuten mitbraten. Kräftig mit Salz, Pfeffer, Zimt, Curry und Zucker abschmecken. Immer wieder probieren.

Tomaten und Kürbisfleisch hinzugeben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 15-20 Minuten schmoren. Mit Creme Fraiche und Petersille aufpeppen.


Kürbisbrot - Zutaten:

  • 350 g Hokkaidokürbis
  • 80 g weiche Butter
  • 90 g Zucker
  • 500 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Trockenhefe

Zubereitung:

Kürbis putzen, halbieren und Kerne mit einem Löffel entfernen. Das Fruchtfleisch mit Schale in kleine Würfel schneiden.

Kürbis mit 2 EL Wasser zugedeckt bei milder Hitze 15 Minuten weich kochen, zwischendurch umrühren. Anschließend Kürbis in einem hohen Gefäß  mit dem Schneidestab fein pürieren. 75 g Butter unterrühren. Lauwarm  werden lassen.

Mehl in einer Schüssel mit Hefe, Zucker und Salz mischen. Ei und Kürbis-Butter Mischung zugeben. Mit den Knethacken eines Rührgerätes zu einem Teig verarbeiten. Dann mit den Händen geschmeidig kneten. Zurück in die Schüssel geben und zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Eine Kastenform mit Butter fetten. Teig in die Form geben und für 40-50 Minuten bei 180 Grad Ober/Unterhitze backen.

Wer mag kann das Brot noch mit Nüssen oder Kürbiskernen ein wenig aufpimpen.

Und wenn einer die doppelte Kürbisdröhnung braucht: Kürbis-Brot im Kürbis-Curry dippen.

Genug gekürbist.