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Mittwoch, 11. Dezember 2013

DAS Frikadellen Rezept...

gibt es nicht!

Wahrscheinlich hat jeder eins. Entweder von der Oma geerbt, von der Mutter gelernt oder selber einfach mal ausprobiert.

Die Rede ist von DEM ultimativen Rezept für Frikadellen. Manch einer mag es ganz puristisch nur mit Salz, Pfeffer, Ei und etwas Semmeln. Der Andere verfeinert seine Frikadellen gerne noch mit etwas Senf oder Paprika.

Regeln für eine gelungene Frikadelle

So unterschiedlich die Geschmäcker auch sind, so unterschiedlich sind auch die Frikadellen. Nichtsdestotrotz gibt es für mich bestimmte Regeln, die man beim Frikadellen zubereiten auf jeden Fall beachten sollte:

1. Lasst die Frikadellen braten! Nicht ständig an der Pfanne herumrütteln, die Fleischklöpse nach drei Minuten schon wenden. Stattdessen die Frikadellen in Ruhe bei mittlerer Hitze schön langsam acht bis zehn Minuten von einer Seite anbraten lassen. Nur so bildet sich eine gleichmäßige leckere Kruste.

2. Ordentlich würzen! Wenn ihr Frikadellen für eine Familie macht, verarbeitet man meist schon rund ein Kilo Hackfleisch. Das gut abzuschmecken ist nicht ganz leicht. Traut euch aber kräftig zu würzen! Wer sich unsicher ist, kann sich kleine Mini-Frikadellen formen und die einer Pfanne anbraten und probieren. Wenn man noch nichts schmeckt, heißt es nachwürzen!

3. Nicht zu viel Öl zum anbraten nehmen! Ein Esslöffel genügt meistens schon um die Frikadellen anzubraten. Schließlich wollt ihr die Frikadellen braten und nicht frittieren. Wenn ihr eine optimale Ölmenge in der Pfanne habt, sollten die Frikadellen so klingen: 



Rezept für vier Personen:
  • 800 g Hackfleisch, gemischt
  • 200 ml Milch
  • 120 g alte Brötchen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Eier (Größe M)
  • 2,5 EL körniger Senf
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl
Zubereitung:

Das Brötchen in Würfel schneiden und für 10 Minuten in der Milch einweichen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch darin glasig andüsten.

Da Hackfleisch mit dem eingewichten Brötchen, Senf, Zwiebeln, Knoblauch, Eier, Salz und Pfeffer vermischen.

Aus der Hackmasse mit feuchten Händen Frikadellen formen und in einer Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze von jeder Seite ungefähr 8 bis 10 Minuten braten lassen.

Frikadellen mögen es am liebsten langsam und beständig von einer Seite

Dienstag, 13. August 2013

Exotisch statt klassisch: Zweierlei Kokos-Flammkuchen

Kulinarische Klassiker sind meistens eine sichere Nummer. Man weiß, dass sie einem immer schmecken, für einen Moment glücklich machen und gelingsicher sind.

Ein Stück ofenfrischen Flammkuchen mit einem Federweißer auf der Terrasse im Spätsommer. Das geht immer. Oder auch nicht.

Klar: Zwiebel, Schinken und ein bisschen Sauerrahm. Das schmeckt schon lecker. Wurde mir auf Dauer aber zu langweilig. Gerade für die heißen Temperaturen wollte ich einen erfrischenden und anderen Flammkuchen mal ausprobieren. Weit weg von Europa, hin zu Exotik.

Eine Kokusnuss lächelte mich an. Symbol von endlosen weißen Karibikstränden. Geschmack von Exotik.

Das ist es!

Das Resultat: Ein pikanter und ein süßer Flammkuchen in dem die Kokosnuss (Kurumba) eine Hauptrolle spielt. Beide außergewöhnlich. Beide das Potential den Klassiker im Sommer abzulösen.

Natürlich ohne Federweißer. Sondern mit einem sommerlichen Cocktail.


Für 4 Personen:

Für den Teig
  • 600 g Mehl
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 6 EL Öl
  • 140 g Kokosraspel
  • etwas Kokoslikör
Zubereitung:

Die Hefen in eine Schale bröckeln und mit Zucker bestreuen und solange rühren bis sie flüssig wird. Mehl, 1/2 TL Salz, Öl, 300 ml lauwarmes Wasser und Hefe in eine Schüssel geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten.
Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Öl goldbraun anrösten.
Von dem Flammenkuchenteig eine Hälfte nehmen und die Kokosraspel und etwas Kokoslikör mitunter mischen.
Beide Teigeballen  an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen.

Für den süßen Belag:
  • 100 g Kokoscreme
  • 100g saure Sahne
  • 90 g weiße Schokodrops
  • 2 Passionsfrüchte
  • Minze, frisch
  • 1 Vanilleschote
  • 80 g Mandeln, gehackt, ganz, ganz egal ;)
  • 3 Aprikosen
  • 2-3 EL brauner Zucker
  • 2 EL Rum
Zubreitung:

Den Flammenkuchenteig mit Kokosraspeln dünn ausrollen. Kokoscreme und saure Sahne miteinander gründlich vermischen. Die Schokodrops über einem Wasserbad schmelzen und anschließend unter das Kokos-Sahne-Gemisch rühren. Falls die Flüssigkeit nicht cremig ist, noch etwas saure Sahne hinzufügen.
Die Vanilleschote aufkratzten und das Mark der Vanille ebenfalls hinzufügen. Alles gut verrühren.
Kokoscreme auf dem Teig verteilen.
Die Aprikosen schälen oder nicht schälen in Streifen schneiden und mit etwas Rum und braunem Zucker "bauchbepinseln". Danach Aprikosen und Mandeln über die Creme verteilen..
Im vorgeheizten Backofen bei ca. 160 Grad 13-15 Minuten auf der untersten Schiene backen lassen. Anschließend fertigen Flammkuchen mit Passionsfruchtmark und Minze garnieren.

Für den pikanten Belag:
  • 150 g Schmand
  • 50 g Creme fraiche
  • 0,25 Tl Wasabi
  • 2 TL rote Currypaste
  • Salz
  • 2 Zwiebeln, rot
  • 1 Limette
  • 100 ml Kokosmilch
  • 150 g Blumenkohl
  • 120 g Rinder- oder Lammhackfleisch
  • Öl
Zubereitung:

In einer Pfanne das Hackfleisch bei mittlerer Hitze in Öl krümelig braten. Den Blumenkohl in grobe oder feine Stücke schneiden und ebenfalls kurz in der Pfanne anbraten. Die Currypaste in die Pfanne geben.  Alles mit der Kokosmilch ablöschen und etwas einkochen lassen, sodass es leicht dicklich wird. Mit Salz und etwas Limettensaft abschmecken.
Den Schmand mit der Creme fraiche und dem Wasabi verrühren. Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.
Den Flammenkuchenteig ohne Kokosraspel dünn ausrollen , mit de Wasabi-Schmand bestreichen und mit dem Hack-Kokos-Curry  und Zwiebeln belegen. Im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Umluft  ca.13-15 Minuten auf der untersten Schiene backen.

Man kann, muss aber nicht beide Flammenkuchen zusammen backen. Wenn einzeln, empfiehlt es sich den Pikanten auf 220 Grad für 8-10 Minuten zu backen. Dann wir der Teig richtig schön knusprig. Die Aprikosen schmeckten leider beim ersten 220 Grad Versuch nicht so sehr.

Sonntag, 5. August 2012

Ganz klassisch, ganz lecker: Cheeseburger

So ein selbstgemachter Burger ist schon was feines. Und noch feiner wird er, wenn Tomaten in allen möglichen Farben und Formen den Burger schmücken.

Dazu ist er noch rundum gesund. Denn das Rinderhack liefert eine Menge Eiweiß. Und wie wichtig Eiweiß ist, wissen wir ja alle.

Inzwischen platzt unser kleines Gewächshaus aus allen Nähten. Ochsenherz, San Marzano, Black Cherry, Datteltomaten, Flaschentomaten etc.. .

Bestimmt werden in nächster Zeit einige sommerliche Tomatenrezepte noch folgen. Aber fürs Erste reicht erstmal der gute klassische Cheeseburger.

Und ja. Sicherlich kann man auch die Burgerbrötchen und den Ketchup selber machen. Aber ganz ehrlich: Dazu fehlt mir imoment die Muse. Die nutze ich lieber um die Sonnenstrahlen zu genießen. Schließlich sind die Tomaten ja schon "homemade".


Zutaten für vier Burger:

  • 550g Rinderhackfleisch
  • 1 Eigelb
  • 2 kleine Zwiebel
  • 5 TL Senf
  • 2 EL Paniermehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Rosmarin, fein gehackt
  • 1 Prise Pfeffer
  • 4 Burgerbrötchen
  • 4 EL Ketchup
  • 1 Ochsenherztomate
  • 1/4 Kopf Lollo Rosso
  • 200 g Cheddar

Zubereitung:

Für die Fleischpatties eine kleine Zwiebel sehr fein schneiden. Das Eigelb und die fein gehackte Zwiebel unter das Hackfleisch kneten. Paniermehl, 1 TL Senf, Salz, Rosmarin und Pfeffer hinzufügen und alles rasch und kurz miteinenader verkneten. Hackfleisch in vier Kugeln aufteilen und zu flachen Scheiben drücken.

Die Patties für mind. 30 Minuten kühl stellen. Sonst fallen sie beim Braten auseinander.

Die Burger-Brötchen im Ofen aufwärmen. Zwiebel in feine Ringe schneiden, Lollo Rosso zerpflücken und die Tomate in feine Scheiben schneiden.

Burger-Patties bei hoher Hitze auf jeder Seite 4-5 Minuten braten.

Jetzt je nach Gusto den Burger mit Ketchup, Senf, Cheddar, Salat und dem Fleisch belegen.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Für Vegetarier UND Fleischesser: Pimentos-Pizza

Prüfungsphase. Lernen. Kaum Zeit zum Kochen. Wenn es schnell gehen muss sind fertige Pizzateigböden doch schon eine nette Erfindung.

Inspiriert wurde ich von der aktuellen italienischen Sonderausgabe der "Lecker". Und da eine Person hier im Haushalt gerade auf dem Vegan/Vegetarier-Trip gekommen ist, gab es die Variante mit Soja-Granulat anstatt mit Hackfleisch. Schmeckte auch. Bleibe aber trotzdem Herzblutcarnivore.

Und wer gleich zwei Parteien vereinen will, macht auf einer Hälfte Soja-Granulat und auf der anderen Hälfte einfach Hackfleisch. Aber Vorsicht - von der Optik her könnten beide auch Zwillinge sein.


Zutaten für 2 Personen:
  • 4 EL Olivenöl
  • 500 g gemischtes Hack (Vegetarier nehmen einfach Soja-Granulat)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 TL Thymian, getrocknet
  • Salz
  • Pfeffer
  • 300 g Pimentos
  • 250 g Mozzarella
  • Tomatensauce
  • Pizzateig, fertig aus der Kühltheke (oder selber machen)

Für die Tomatensauce:
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 TL Oregano, getrocknet
  • 1 TL Basilikum, getrocknet
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Zubereitung:

Ofen auf 225 Grad Umluft vorheizen.

Für die Tomatensauce Zwiebel und Knoblauch schälen, beides hacken. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin ca. 5 Minuten andünsten. Tomaten mit dem Saft hinzufügen und mit einem Löffel zerkleinern. Soße offen 40 Minuten dick einköcheln. Nach ca. 20 Minuten die Kräuter zu der Sauce hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die Tomatensauce auf den Pizzateig streichen.  1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Hack /Sojagranulat darin krümelig anbraten. Knoblauch schälen, hacken und mit Thymian kurz mitbraten. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Pimentos waschen und trocken tupfen.  3 EL Öl erhitzen . Pimentos darin unter Wenden 4 Minuten braten, mit Salz würzen. Hackmasse/Sojamasse auf die Pizzaböden verteilen. Mozzarella  in Scheiben schneiden, mit den Pimentos aufs Hack /Soja geben. Etwas Pimentos-Bratöl darübeträufeln.  Pizza für ca. 15 Minuten backen.

Mittwoch, 21. März 2012

Bullettenentschlackung: Gefüllte Möhrenfrikadellen

Buletten, Frikadellen oder Fleischpflanzerl. Viele Namen und meist ein gleicher Geschmack: Deftig und kräftig.

Gegen eine gute Frikadelle ist nichts einzuwenden. Aber warum nicht einfach mal die rustikale Variante, jetzt wo es in Richtung Frühling geht, ein bisschen entschlacken ?

Aus der aktuellen "essen&trinken - Für jeden Tag" habe ich die "Gefüllten Möhrenfrikadellen" nachgekocht, die durch die Zugabe von Zimt, Minze und gehackten Mandeln eine schöne orientalische Note bekommen. Dazu werden die Frikadellen mit Feta und Möhren gefüllt.

Zuerst dachte ich, dass sich der Feta mit den Zimt und der Minze beißt. Aber die harmonieren überraschend gut miteinander, sodass die Frikadelle leicht süßlich und gleichzeitig auch salzig schmeckt.
Eine sehr leckere Alternative zu der allseits beliebten Frikadelle !

Dazu gab es pechschwarze Beluga - Linsen.



Zutaten für 2 Portionen:

  • 100 g Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 100 g Fetakäse
  • 3 Stiele Minze
  • 150 g Beluga-Linsen
  • 250 g Hackfleisch, gemischt
  • 3 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Mandeln, gehackt
  • 1 Ei
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • Tomatenmark
  • Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl

Zubereitung:

Eine  Zwiebel schälen und mit der Nelke sowie mit dem Lorbeerblatt spicken. Ein Topf mit ausreichend Wasser füllen, die gespickte Zwiebel und die Linsen dazugeben. Für ca. 25 - 30 Minuten köcheln lassen.
Die Möhren schälen und sehr kleinwürfeln. Eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe schälen und feinwürfeln.
In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und die Zwiebel, Knoblauch, Möhren dazugeben. Für ein bis zwei Minuten glasig dünsten.

Den Fetakäse in vier gleich große Stücke schneiden. Die Blättchen von der Minze abzupfen und feinhacken. Zusammen mit dem Hackfleisch, der Möhrenmischung, Semmelbröseln, den gehackten Mandeln und dem Ei in eine Schüssel geben.

Mit Salz, Pfeffer und Zimt würzen und alles zu einer glatten Masse verrühren.

Die Hackfleischmasse in vier Portionen teilen. Jede Portion mit einem Fetastück füllen und mit feuchten Händen zu einer Frikadelle formen. Einen Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen auf jeder Seite hellbraun anbraten. Anschließend auf einem Rost im heißen Ofen bei 180 Grad  (Umluft 160 Grad) auf der mittleren Schiene 15 Minuten fertig garen.

Die Beluga-Linsen abtropfen lassen und 1 EL Tomatenmark unterrühren. Mit Balsamico abschmecken.