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Dienstag, 26. August 2014

Vegan in Topform: Kreative vegane Rezepte nicht nur für Sportler

Vegan und Spitzensport. Wie geht das überhaupt, werden sich viele fragen. Kann man sich lediglich mit „Grünzeugs“ in Topform bringen?

Brendan Brazier ist veganer Ausdauersportler und Ironman-Triathlet. Der erfolgreiche Sportler entwickelte Anfang der 90er Jahre seine „Thrive-Diät. Eine rein pflanzliche Ernährungsweise mit einem Schwerpunkt auf rohen Lebensmitteln. Seine Diät machte ihn leistungsfähiger und er benötigte weniger Zeit zu regenerieren. Sein Buch „Thrive: The Vegan Nutrition Guide To Optimal Performance“ wurde jetzt ins Deutsche übersetzt, mit dem Titel „Vegan in Topform“.

Leckeres Superfood-Chia-Chili

Abwechslungsreiche Rezepte


Das Buch macht einen guten Ersteindruck. Ein schöner Einband, ein ausgewogenes Bild-Text Verhältnis und eine motivierende Schreibe sorgen für einen stimmigen Einstieg. Was man sagen muss: Das Buch ist kein reines Kochbuch. Neben den 200 Rezepten geht Brazier auch auf diverse ökologische, gesundheitliche und ethische Aspekte ein.

Brendan Brazier beweist, dass man eine vegane Lebensweise mit Profisport vereinbaren kann
Mich haben primär die Rezepte interessiert, die in Getränke, Frühstück, Salate, Suppen, Dips und Saucen, Hauptgerichte, Gemüse, Snacks, Energieriegel und Desserts unterteilt sind. Eine hohe Bandbreite. Die Rezepte sind zum großen Teil sehr interessant, da Braziers seine Zutaten auf höchstens 150 Grad erhöht. Ein frisches Feigenmus schmeckt morgens sehr gut auf einem Stück Brot, ein Kokos-Kreuzkümmel Dressing bringt Abwechslung auf das Salatbuffet und eine rohe Zucchini- und Karottenlasagne ist eine tolle Alternative zu der herkömmlichen italienischen Lasagne.
Oftmals vermisse ich bei veganen Rezepten das kreative Etwas. In „Vegan in Topform“ finde ich viele tolle und interessante Kniffe, weshalb ich das Buch aus kochtechnischer Sicht definitiv 
 empfehlen kann.

Schmackhafte Rote-Bete-Ravioli mit Basilkum-Macadamia Ricotta
Fazit:

„Vegan in Topform“ ist ein empfehlenswertes ganzeinheitliches veganes Kochbuch, was durch seine  Rezepte zu begeistern weiß.

Ein Rezept  aus dem Buch für den Sommerausklang verrate ich Euch. Eine erfrischende Karotten-Ingwer-Kaltschale:

Karotten-Ingwer-Kaltschale

Zutaten:

  • 750 ml Kartottensaft
  • 1 Avocado
  • 1 EL frischer Ingwer, geschält und klein gehackt
  • 2 TL Misopaste

Zubereitung:

Alle Zutaten in einem Standmixer geben und pürieren.

Freitag, 24. Januar 2014

Habemus Pasta: Heilige Rezepte für die Küche

Ach du heilige Nudel!

Aus dem Verlag  „99 Pages“ kommt die einzige offizielle Nudelbibel „Habemus Pasta“.
„Habemus Pasta“ ist ein optisch edles Kochbuch. Ein seidiger Stoffeinband, Lesebändchen und Goldschnitt machen aus der selbsternannten Nudelbibel einen Hingucker. Klappt man das Buch, wird man von skurrilen und ungewöhnlichen Symbolfotos überrascht. So trägt die Schweizer Garde den Petersdom als Helm und Tauben fischen nach Tortellini. 

Klassisch und einfach

Die Rezeptfotos dagegen sind klassischer Natur. Einfach in der Komposition gehalten und für meinem Empfinden nach oft zu glatt, sodass die Bilder nicht groß in Erinnerung bleiben.

"Der Teufel trägt Pasta" - Bildquelle: 99pages

Anhand der Rezepttitel wie „Eilige Mutter“ oder „Der Teufel trägt Pasta“, wird schon deutlich, dass sich das Buch selber nicht allzu ernst nimmt. Und das ist mein größter Kritikpunkt. Die meiste Titel finde ich einfach nicht witzig oder spannend. Ehrlich gesagt sogar langweilig. Die Rezepte mit ihren biblischen Bezügen sind zwar alle grundsolide, leicht nach zu kochen und teilweise sind auch sehr interessante Ansätze in dem Buch vorhanden (Süße Tagliatelle aus Basilikumsirup), aber das Konzept spricht mich einfach nicht an. 

Knobi et Orib

Nachgekocht habe ich „Parmigiano XVI“,  leckere Käsemakkaroi mit Gemüse in Anlehnung an Papst Benedikt XVI. .„Knobi et Orib“ und „Mea Pulpa“ klingen eher nach Hamburger Werbetexterschule und nicht nach göttlichen Pastagerichten. Eigentlich schade, denn wie schon oben gesagt ist der Inhalt des Buches sehr solide und für Pastafans sicherlich interessant.

Wer sich nicht durch den ersten optischen, teilweise chaotischen Eindruck abschrecken lässt und beim Kochen das ein oder andere Auge mal zudrücken kann, der wird mit „Habemus Pasta“ seinen Spaß haben. Und vielleicht sogar das ein oder andere göttliche Pastagericht für sich entdecken.

Dienstag, 26. Februar 2013

Zuckersüß - Das Liebesbackbuch: Amor in der Küche

Es ist pink, es glitzert, es ist ein Kochbuch der liebevollen Art. Und das auf allen Ebenen. "Zuckersüß - Das Liebesbackbuch" nennt sich das knallbunte Werk aus dem Verlag 99Pages, das mit simplen Rezepten und nackter Haut lockt.

Copyrigt: 99pages

Einfache Rezepte treffen auf extravagante Fotos

Man weiß nicht so Recht wer in diesem Kochbuch die Hauptrolle spielt. Sind es die Fotografen Ansgar Pudenz und Manuel Jacob, die mit augenzwinkernden frivolen Fotografien zu unterhalten wissen oder Christine Bergmayer, Deutschlands beste Zuckerbäckerin, die mit einfachen zeitlosen Rezepten von Cupcakes, Schokomousse, Apfeltarte oder Eisbombe, den Lesern solide Back-Basics an die Hand gibt?

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Das Buch möchte Anregungen geben, wie man seine Backkünste auch auf anderer Weise darstellen kann und gleichzeitigt zuckersüße Rezepte liefern, die einfach immer gehen.

3-Zutaten-Apfeltarte

Die Rezepte sind zum großen Teil leicht nachzumachen und bestehen, was ich persönlich sehr gut finde, oft aus sehr wenigen Zutaten. Eine schnelle Apfeltarte bestehend aus drei Zutaten: Äpfel, Blätterteig und Aprikosenkonfitüre ist im Blitztempo gemacht und die zugehörigen Zutaten, hat man sogar meistens direkt im Haushalt parat. Die Texte zu den jeweiligen Rezepten sind einfach formuliert und beschränken sich auf das Nötigste. 

Begeistern war ich persönlich von dem Birnen-Cheesecake, der sehr saftig und durch die Birne auch nicht all zu mächtig wurde.

Garniert mit einer frechen Sprache werden aus Profiteroles Liebeskugeln oder aus einem Tiramisu eine Creme-Schnitte. Wer sich darauf einlassen kann, wird an dem Buch viel Spaß haben.  Zwischendurch werden immer wieder kleine Zitate, Sprüche oder Anekdoten eingestreut die den Leser noch tiefer in die Welt der Liebe abtauchen lässt.

Copyright: 99pages

Fazit: 

Liebe geht durch den Magen. Oder doch eher durch Torten, Cupcakes und Co? Solide klassische süße Rezepte treffen auf eine gewagte optische Gestaltungn. Zuckersüß - Das Liebesbackbuch ist ein Buch zum verweilen, rumstöbern und angucken. Und natürlich: Auch zum liebhaben.

Preis: 20,00 Euro
Verlag: 99pages 

Mittwoch, 20. Februar 2013

Was koche ich & wie das geht: Standardwerk für jede Küche

Mehr als 400 Seiten und 800 Bilder. Diese Zahlen können abschrecken. Wer aber einmal angefangen hat in Jane Hornbys Grundkochbuch "Was koche ich & wie das geht" aus dem Edel Verlag  wild herumzustöbern, wünscht sich schnell noch mehr.



Einmal um die Welt

Die britische Food-Journalistin, bekannt aus dem BBC Magazin Good Food,  nimmt den Leser einmal mit um den kulinarischen Globus: Griechischer Bauernsalat, Penne mit Tomaten-Oliven-Sauce, Chicken Tikka, Cheeseburger, Vanille-Käsekuchen oder Asiatische Hähnchenpfanne.

Für jeden Geschmack ist was dabei. Dass es sich dabei in den meisten Fällen um einfache Standardgerichte handelt, stört nicht. Im Gegenteil: In Zeiten von unzähligen Foodblogs, diversen Zeitschriften rund um das Thema Essen und kulinarischen Foren, ist das Buch eine sehr zuverlässige Hilfe, das sich auf simple Speisen, die sehr detailliert und ausführlich bebildert werden, fokussiert.

Der dicke Wälzer teilt sich in folgende Kategorien auf:
  • Frühstück & Brunch
  • Leichte Mittagessen
  • Schnelle Abendessen
  • Essen mit Freunden
  • Kochen am Wochenende
  • Beilagen
  • Desserts & Kuchen 

Am Endes des Buches erklärt uns Jane Hornby noch ein paar Schnitttechniken, Menüplanung und liefert noch ein umfangreiches Glossar.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Blättert man durch das Buch, kann man sich an den einzelnen Gerichten einfach nicht sattsehen. Das liegt nicht nur daran, dass die Köchin ihre Gerichte Step-by-Step bebildert. Sondern auch an den großformatigen Bildern, die auch Laien die schwierigsten Schritte verständlich machen. Pro Rezept findet man zwei Doppelseiten vor. Am Anfang steht immer eine schön gestaltete Fotografie aller benötigen Zutaten aus der Vogelperspektive. Anschließend werden die einzelnen Schritte bebildert und zum Schluss findet man das fertige Gericht fotografisch auf einer Seite vor.

Folglich nimmt der Text bzw. kleine gut strukturierte Text-Abschnitte, im wahrsten Sinne des Wortes eine Randfunktion ein. Das ist aber nicht weiter schlimm. Hornby schafft es ihre Rezepte klar, präzise und kurz formulieren. Ganz nach dem Motto: In der Kürze liegt die Würze. Und man vermisst - genau -: nichts.
Die bisher nachgekochten Rezepte, Spare Ribs, Cremiger Fischauflauf, Maisküchlein und Zitronentarte, waren allesamt Volltreffer. Lecker und ehrlich im Geschmack. Wie man es sich wünscht. Den Hobby-Köchen gibt Hornby oft kleine Kniffe mit auf dem Weg, die den Gerichten den letzten Schliff geben. Bestimmte Methoden zum Würzen sorgen für den letzten Pfiff.



Fazit:  

Kein großes Chichi, keine neuen Gerichte - und dennoch eine kulinarische Offenbarung. Jane Hornby schafft es in ihren zeitlosen und modernen Kochbuch "Was koche ich & wie das geht" Gerichte für Laien und Profis schmackhaft zu machen. Dieses gelingt ihr nicht nur mit einer  Fülle von Step-by-Step Bildern, sondern auch mit verlässlichen und gelingsicheren Rezepten.

Ein Standardwerk, was meiner Meinung nach in jeder Küche Einzug bekommen sollte.

Preis: 39,95 Euro
Verlag: Edel